Für seine oft grenzwertigen Späße ist TV-Moderator Stefan Raab bekannt.Nun hat er erneut die rechtlichen Konsequenzen eines "Gags" zu tragen:Im vergangenen September hatte er Fernsehbilder kommentiert, auf deneneine junge Mutter mit einer Schultüte in der Hand zu sehen war. DieAufnahmen aus einer Reportage des hessischen Rundfunks über dieEinschulung von Erstklässlern hatte er mit den Worten "unfassbar, dieDealer tarnen sich immer besser" umfunktioniert.

Das Opfer reichte Klage ein und das Amtsgericht München gab ihr Recht:Die junge Mutter sei ohne ihr Einverständnis gezeigt worden, was eineVerletzung des "Kunsturhebergesetzes" darstelle. Darum erließ dasAmtsgricht einen Strafbefehl über 150.000 Euro gegen den Moderator - 30Taggessätze à 5.000 Euro.

Rechtskräftig wird der Strafbefehl erst, wenn Raab nicht innerhalb von14 Tagen einspruch erhebt. Auch im Falle einer Annahme des Urteils wäreRaab jedoch nicht vorbestraft. Der aktuelle Fall ist jedoch der bislangteuerste "Spaß" für Raab, denn bislang war die höchste Strafe, die demModerator für einen seiner Scherze auferlegt worden war eine Geldstrafevon 70.000 Euro.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: EXPRESS.de