Strittige Kampagne

Christian Brandl Von Christian Brandl

(dbna.de / WELT ONLINE) Eine Kampagne sorgt in Norditalien für Aufruhr: ein Neugeborenes ziert das Plakat der aktuellen Antidiskriminierungskampagne der Region Toskana und wie in Krankenhäusern üblich hat es eine Banderole am Arm. Doch darauf ist nicht wie normalerweise der Name des Kindes zu finden, sondern der Schriftzug "homosexuell". Daneben steht auf italienisch: "Die sexuelle Orientierung kann man nicht wählen".

Während die Schwulen- und Lesbenverbände Italiens und Link die mutige Kampagne begrüßen, stößt sie bei Konservativen erwartungsgemäß auf harsche Kritik: "Das ist absolut scheußlich", meint der konservative Abgeordnete Luca Volonté. Das Neugeborene werde dafür missbraucht, die Vorstellung zu verbreiten, "homosexuelle Impulse seien eine den Kindern angeborene Eigenschaft".

Das Foto ist von der kanadischen Stiftung Emergence in Quebec entworfen worden, die sich dem Kampf gegen sexuelle Diskriminierung zur Aufgabe gemacht hat. Das Motiv  soll für zweitägige Begegnungen gegen Diskriminierung während eines Kulturfestivals Ende der Woche in Florenz als Logo Verwendung finden.

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Weitere Quellen: WELT ONLINE, www.primapagina.regione.toscana.it