Studie aus Kanada

Christian Brandl Von Christian Brandl

Eine Gruppe kanadischer Forscher glaubt nun einen neuen Ansatz für die Ursache von Homosexualität gefunden zu haben und hat diese in der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht: nach Meinung der Wissenschaftler steigt die Chance für einen Jungen schwul zu werden mit der Anzahl seiner älteren Brüder.

In einer Umfrage unter 1.000 Schwulen wollen die Forscher eine Tendenz hierzu erkannt haben. Sie stellten den schwulen Männern verschiedene persönliche Fragen zu ihren Lebensumständen und dem Umfeld in dem sie aufgewachsen sind. Dabei kristallisierte sich heraus, dass ein großer Teil der Schwulen auch ältere Brüder hat. Nach dem Ergebnis der Studie macht es dabei keinen Unterschied, ob die älteren Brüder im gleichen Haus aufgewachsen sind wie der Befragte oder ob Sie bei Scheidung der Eltern in einem anderen Haushalt lebten. Adoptivbrüder schienen diesen Einfluß auf die sexuelle Orientierung nicht zu haben.

Darum gehen die Forscher nun davon aus, dass es sich um eine Reaktion im Körper der schwangeren Frau handelt. Sie vermuten eine Abwehrreaktion des Immunsystems der schwangeren, dass mit jeder Jungen-Schwangerschaft mehr Antikörper gegen männliche Körperzellen entwickelt. Die Konzentration dieser Antikörper würde dann vermutlich mit jeder Schwangerschaft weiter steigen und bei dritt- oder gar viertgeborenen Jungen eine stärkere Tendenz zur Homosexualität hervorrufen. Ob diese These jedoch beweisbar ist, ist derzeit nicht abzusehen.  

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