(dbna.de / tagesschau.de) "Ich bin sehr besorgt über die extrem hohen Preise", sagte EU-Medienkommissarin Viviane Reding gegenüber dem "Focus". Sie bezog sich dabei auf die überteuerten Gebühren für die Handy-Nutzung im Ausland, die Kunden für das Roaming bezahlen müssten. Die Gebühren für das Versenden und Empfangen von Kurznachrichten oder E-Mails seien nicht zu rechtfertigen.

Daher forderte Reding die Mobilfunkanbieter auf, die entsprechenden Gebühren für Dienste im Ausland radikal zu senken und drohte damit, andernfalls einzuschreiten. Aus Studie des Marktforschungsinstituts Dialog Consult geht hervor, dass der Anteil von SMS, MMS und E-Mails im Jahr 2005 etwa 18,3 Prozent am Umsatz der Mobilfunkunternehmen in Deutschland betrug.

Reding hatte zuvor bereits die Gesprächsgebühren moniert. Sie hatte die Mobilfunkanbieter bereits im vergangenen Jahr aufgefordert, die Roaminggebühren um bis zu 70 Prozent zu senken. Der Preis für ein Gespräch im Auslandsnetz solle nach Vorstellung der EU-Kommissarin bald bei maximal 60 Cent pro Minute liegen. Experten schätzen, dass die Mobilfunkanbieter ca. 30 Prozent ihres Gewinns aus den Roaming-Gebühren erzielen.

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