Therapie von Homosexualität untersagt

Redaktion Von Redaktion
Therapie von Homosexualität untersagt
Falko Matte - Fotolia.com

Wer in Kalifornien homosexuelle Jugendliche "heilen" will, verstößt in Zukunft gegen das Gesetz. Als erster Bundesstaat der USA hat damit Kalifornien ein klares Zeichen gesetzt.

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown erhält großes Lob von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen. Hintergrund ist, dass ab dem 1. Januar 2013 Therapien, welche schwule und lesbische Jugendliche umerziehen sollen, verboten sind. Nach dem Willen der Menschenrechtler sollen jetzt weitere US-Staaten dem Beispiel des Westküstenstaats folgen.

"Keine Krankheit, keine Geistesstörung und kein Mangelzustand"

Konkret sind psychologische Behandlungen homosexueller Minderjähriger untersagt, soweit sie das Ziel verfolgen, die sexuelle Identität zu ändern. Explizit verweist der Gesetzestext darauf, dass weder Homo- noch Bisexualität "Krankheit, [...] Geistesstörung und [...]  Mangelzustand" darstellen.

Die Aussage von Gouverneur Brown via Twitter, nachdem er das Gesetz unterschrieb, ist eindeutig: "Diese Praktiken basieren auf keinerlei wissenschaftlichen oder ärztlichen Erkenntnissen und werden nun als Quacksalberei verbannt." Als äußerst umstritten galten solche "Konversionstherapien" schon seit langer Zeit vor allem Aufgrund der damit verbundenen psychischen Belastung der jungen Patienten. Nun ist für Brown endlich Schluss mit den "unwissenschaftlichen Therapien, die junge Menschen in die Depression oder den Selbstmord getrieben haben."

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