Todesstrafe für Homosexuelle

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Todesstrafe für Homosexuelle
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Der geplanten Todesstrafe für Homosexuelle in Uganda ebneten, wie die New York Times in Erfahrung brachte, konservative evangelikale Glaubensanhänger den Weg.

(dbna.de / derstandard.at) Der Gesetzesentwurf des ugandischen Abgeordneten David Bahati sieht die Todesstrafe für Homosexuelle vor, sowie die Bestrafung von Personen, denen homosexuelle Handlungen anderer bekannt sind und diese nicht bei der Polizei melden (dbna berichtete). Wie die New York Times in Erfahrung brachte, ebneten konservative evangelikale Glaubensanhänger den Weg für diesen Entwurf.

Drei Vertreter der US-amerikanischen Anti-Homosexuellen-Bewegung sprachen im März vergangenen Jahres beim  "Seminar on Exposing the Homosexual's Agenda" in Kampala über die Zerstörung traditioneller Werte durch Homosexualität.

Auch die Gefahr, die von homosexuelle Menschen für die Gesellschaftausginge, wurde thematisiert. Sie erklärten dem Publikum, das unteranderem aus Politikern, Lehrern und Polizisten bestand, dass schwuleMänner Jugendliche missbrauchen würden. Gleichfalls würden dieseversuchen die traditionellen Familienwerte durch sexuelle Freizügigkeitzu ersetzen. Außerdem betonten sie, dass es sich bei der Homosexualitätum eine heilbare Krankheit handeln würde.

Obwohl esoffensichtlich ist, dass jenes Seminar zum Gesetzesentwurf führte, sindsich die drei Evangelikalen keiner Schuld bewusst. Nach anfänglichemZögern sprechen sie sich gegen die Todesstrafe für Homosexuelle aus.

Ugandas Präsident Yoweri Museveni kündigte indes wiederholt sein Veto gegen den Gesetzentwurf an. Währenddessen haben auf avaaz.org "avazz" bedeutet in vielen Sprachen Asiens und des Mittleren Ostens sowie in Teilen Südeuropas "Stimme"  schon über 435.000 Menschen eine Petition gegen diese Vorlage unterschrieben.

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