Mit großer Mehrheit der Mitgliederstimmen haben sich zwei der größten und einflußreichsten Gemeinden der U.S. amerikanischen Episkopalkirche von der Gemeinschaft losgesagt und sich dazu entschieden, zusammen mit konservativen Anglikanern eine Gegenbewegung zu gründen. Ursache der Trennung sind tiefgreifende Streitigkeiten im Umgang mit Homosexuellen in der kirchlichen Gemeinschaft.

Erstmalig war die Kirche in die Kritik konservativer Mitglieder geraten, als der offen schwule Priester Gene Robinson in New Hampshire zum Bischof ernannt wurde. Auch der offene Umgang mit und die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ist für diesen Flügel der Glaubensgemeinschaft inakzeptabel.

Die beigen Gemeinden planen nun sich der Verantwortung des nigerianischen Erzbischofs Peter Akinola zu unterstellen, der die steigende Akzeptanz homosexueller Partnerschaften einen "satanistischen Angriff" genannt hatte. Der Erzbischof von Canterbury Rowan Williams, spiritueller Führer der Anglikaner, sucht nun nach einer Lösung, um die Kirchengemeinschaft zu erhalten. Er sprach davon, dass die Gemeinschaft eventuell ein Zweiklassen-System einführen müsse, damit Zweige der Kirche auch einen weniger progressiven Umgang mit homosexuellen Paaren pflegen könnten.

Neben den beiden großen Gemeinden "Truro Church" und "The Falls Church" haben vier weitere kleine Gemeinden die Gemeinschaft verlassen, weitere Kirchen haben Abstimmungen angekündigt.

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