TV-Sendung führt zu Empörung

Redaktion Von Redaktion
TV-Sendung führt zu Empörung
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Ein Beitrag des NDR-Magazins Extra 3 sorgt in Baden-Württemberg und bundesweit für Proteste. Nach einem Bericht am 12. September 2010 über die Behandlung von homosexuellen Paaren im Südwesten Deutschlands muss man sich in Baden-Württemberg scharfer Kritik stellen.

Ein Sturm an Entrüstung und Empörung geht derzeit über dem Oberbürgermeister der Stadt Bretten, Martin Wolff, nieder. Nach einem Beitrag des NDR-Magazins Extra 3 im Rahmen dessen Rubrik "Der reale Irrsinn", in dem über die behördliche Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren berichtet wurde, muss sich Wolff einiges an (sehr scharfer) Kritik anhören.

Teure Homo-Ehe auf Straßenverkehrsamt

Am 12. September strahlte das NDR-Fernsehen und später der SWR in einer Wiederholung den Bericht aus. Darin kamen nicht nur die im Verhältnis zu heterosexuellen Paaren teuren Trauungen zur Sprache (dbna berichtete), sondern auch die unzumutbaren Ausweichungen in andere Behörden. So werden in der Regel nämlich die eingetragenen Partnerschaften nicht im Standesamt, jedoch beispielsweise im Straßenverkehrsamt geschlossen.

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Marktplatz in Bretten/Baden-Württemberg

Marktplatz in Bretten/Baden-Württemberg

Die Kritik an der Stadt Bretten artet dabei auch in Schmähungen wie "hinterwäldlerisch" und "schwulenfeindlich" sowie Drohungen aus. Jedoch liegt die Verantwortung weder bei Bürgermeister Wolff noch bei der Kommune. Zuständig für diese für Empörung verursachenden Verhältnisse ist vielmehr das Land Baden-Württemberg.

Bürgermeister will Änderung erreichen

Wolff zeigte sich äußerst betroffen von den eingehenden Reaktionen, vor allem da er selbst kein Unterstützer der Regelung, vielmehr unglücklich darüber ist. Er sei nicht gegen die Beurkundung einer eingetragene Partnerschaft von Homosexuellen im Standesamt Brettens. Vielmehr möchte er nun mit seinen Rathausmitarbeitern versuchen, Landtagsabgeordneten von einer Änderung der Landesregelung zu überzeugen.

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