Knapp aber dennoch unabänderlich: die Hoffnungen des tschechischen Premierministers Jirí Paroubek haben sich bewahrheitet. Mit der erforderlichen absoluten Mehrheit von 101 Stimmen haben die Volksvertreter für die Einführung der Homo-Ehe in Tschechien gestimmt und damit den Weg frei gemacht für eine verbesserte Stellung von Schwulen und Lesben in dem postkommunistischen Staat. Voraussichtlich ab Juni oder Juli können homosexuelle Paare nun auch in Tschechien eine eingetragene Partnerschaft eingehen.

Mit dieser Entscheidung setzte sich das Parlament gegen das Veto von Präsident Václav Klaus hinweg, der die Einführung der Homo-Ehe Mitte Februar zunächst gestoppt hatte, indem er von seinem verfassungsmäßigen Veto-Recht Gebrauch machte und dem Gesetz seine Unterschrift verweigerte.

Ähnlich emotional wie die Entscheidung von Klaus gestaltete sich dann auch die Abstimmung im Parlament. So wurden die ersten beiden Abstimmungsrunden - die unterschiedliche Ergebnisse hervorbrachten - von einigen Anwesenden in Frage gestellt und erst der dritte Wahlgang brachte ein Ergebnis. Eine breite Allianz aus Sozialdemokraten, Liberalen und Kommunisten stimmte im letzten Wahlgang für das Gesetz und setzte sich damit gegen die Christdemokraten durch, die nahezu geschlossen gegen das Gesetz stimmten.

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Weitere Quellen: Quelle: DerStandard.at