Unerwarteter Andrang

Christian Brandl Von Christian Brandl

Die österreichische Hauptstadt Wien rechnet mit bis zu 500 Schließungen der neuen "Homo-Ehe" im ersten Jahr. In den anderen Bundesländern ist die Nachfrage bislang verhalten.

(dbna.de / oe24.at) Seit heute ist es nun auch in Österreich möglich: Schwule und Lesben können sich das "Ja-Wort" geben und ein gleichgeschlechtliche Partnerschaft eintragen lassen. Das Gesetz ist bereits seit dem 1. Januar in Kraft, doch wegen der Feiertage konnten heiratswillige Paare erst heute die Eintragung vornehmen lassen.

In Wien war die Nachfrage unerwartet hoch. Vor den Feiertagen lagen bereits 20 Anmeldungen vor, so Stadträtin Sandra Frauenberger. Aufgrund dieser positiven Reaktion rechnet die zuständige Magistratsabteilung für das Jahr 2010 mit bis zu 500 eingetragenen Partnerschaften in Wien. Als allererstes von drei für heute angemeldeten Paaren trauten sich Herbert Tomecek (67) und Friedrich Bauer (76), die bereits seit 50 Jahren liiert sind. "Wir freuen uns sehr, dass dies endlich auch in Österreich möglich ist", die Herbert Tomecek zu oe24.at.

Die Eintragung kann dabei nicht nur im Magistrat vollzogen werden, sondern auch an verschiedenen "Traum"-Orten wie im Schloss Schönbrunn oder der Hofburg.

Verhaltene Reaktionen in den Bundesländern

In den restlichen Bundesländern der Alpenrepublik sind die Reaktionen bisher verhalten. In Salzburg gibt es laut Auskunft des Magistrats beispielsweise bislang nur einen festen Termin und nur zehn Anfragen. In den meisten anderen Bundesländern gibt es dagegen noch keine vereinbarten Termine.

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Weitere Quellen: oe24.at, bilderbox - Fotolia.com