Ungleiche Unterstützung

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de) HIV-Positive Menschen sind besonders von Armut betroffen. Das stellte die Deutsche AIDS-Stiftung auf einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag fest. Durch die Veränderung der Sozialsysteme hätte sich die Lage derjenigen Infizierten, die auf Unterstützung vom Staat angewiesen seien, verschlechtert. So sind Einmalhilfen weggefallen, die sie zur Finanzierung ihrer teuren Behandlung bekommen konnten. Heute können Empfänger von Hartz IV oder Sozialhilfe dafür Mehraufwendungen geltend machen. Ob die Betroffenen das Geld erhalten würden, sei jedoch abhängig davon, wo sie wohnen. "Wir müssen leider feststellen, dass die Bewilligungspraxis bei Mehrbedarfen nicht bedarfsgerecht und noch dazu in den Bundesländern nicht einheitlich ist", sagte Dr. Ulrich Heide von der AIDS-Stiftung. Er bekräftigte: "Es kann nicht sein, dass die Gewährung dieser Zuschläge vom Wohnort abhängig ist."

Viele Betroffene müssten Hilfe von der AIDS-Stiftung in Anspruch nehmen. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Christoph Uleer, wies darauf hin, dass man sich angesichts steigender Neuinfektionszahlen nicht in Sicherheit wiegen dürfe, was AIDS betrifft. Derzeit sind in Deutschland etwa 59.000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert, davon 3.000 Neuinfektionen im vergangen Jahr.

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Weitere Quellen: http://www.aids-stiftung.de