"Ungültig"

Patrick Fina Von Patrick Fina

(dbna.de / queercom) Im Streit um das britische Antidiskriminierungsgesetz haben christliche Organisationen einen Teilerfolg erzielen können. Der Oberste Gerichtshof in Nordirland erklärte einen Paragrafen des Gesetzes für ungültig, der besagt, dass niemand wegen der sexuellen Ausrichtung eines anderen "schikanierende Bemerkungen" machen dürfe. Mehrere evangelische Kirchen haben mit Unterstützung von Katholiken gegen das Gesetz geklagt. Sie seien besorgt gewesen, dass konfessionelle Schulen einer Klagewelle ausgesetzt sein könnten, wenn dort weiterhin gelehrt werde, dass Homosexualität eine Sünde sei, erklärte Colin Hart von "Christian Institute".

Homo-Aktivisten sehen das Urteil derweil gelassen. Der nun gestrichene Paragraph sei nur in der nordirischen Version des Antidiskriminierungsgesetzes vorhanden gewesen, nicht aber in den für England, Wales und Schottland gültigen Versionen. "Der Teil, der nun für ungültig erklärt wurde, ist ohnehin nicht notwendig gewesen", erklärte Ben Summerskill. Fälle von Schikanierung könnten bereits mit anderen gültigen Gesetzen geahndet werden.  

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