(dbna.de / 20minuten.ch) Das Motiv soll der "Kick" gewesen sein, das den mutmaßlichen Tätern ungeschützter Verkehr und die Gefahr andere mit HIV zu infizieren gab: darum setzten die Männer ihre Opfer zunächst unter Drogen, um ihnen anschließend verseuchtes Blut mit dem Erreger zu injizieren.

Die Männer hatten alle an einer Sexparty in den Niederlanden teilgenommen. Dort waren Sie von den inzwischen teilweise geständigen Tätern durch Gabe der Droge "Liquid Extacy" zunächst außer Gefecht gesetzt worden, dann hatten die Täter die 25 bis 50 Jahre alten Opfer sexuell missbraucht um ihnen anschließend noch mit dem Aids-Erreger HIV infizierte Blutkonserven zu spritzen. Mindestens fünf der Opfer haben sich nach Medienberichten inzwischen bei der Polizei gemeldet, vier haben Anzeige erstattet.

Vier Verdächtige hat die niederländische Polizei zwischenzeitlich festgenommen. Der "Cocktail" aus infiziertem Blut soll von verschiedenen Verdächtigen stammen. Die Männer nannten als Motiv, dass es ihnen einen "Kick" gegeben hätte und dass sie ungeschützten Verkehr "pur" finden. Den Verdächtigen drohen nun Haftstrafen von bis zu 16 Jahren.

Warnungen nicht ernstgenommen

Bereits im Juni 2006 hatte die Polizei Beschwerden über Sexpartys erhalten, auf denen ungeschützter Geschlechtsverkehr praktiziert wurde. Die zuständigen Behörden hätten daraufhin alle potentiellen Teilnehmer gewarnt, da der zu verzeichnende Anstieg bei den HIV-Infektionen alarmierend war. Dennoch scheint diese Warnung bei der Zielgruppe nicht angekommen zu sein.

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