US-Pfadfinder verlieren größten Geldgeber

Redaktion Von Redaktion
US-Pfadfinder verlieren größten Geldgeber
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Seit im Juli die US-Pfadfinder "Boy Scouts of America" ihre Politik bekräftigten, Schwule und Lesben aus ihren eigenen Reihen auszuschließen, ist die Organisation und deren Sponsoren großem Druck von Pro-Homosexuellen Verbänden ausgesetzt.

Ein Druck, der erste Ergebnisse zeigt: Diese Woche gab der Chiphersteller Intel bekannt, dass er seine jährlichen Spenden von geschätzten 700.000 US-Dollar an die "Boy Scouts of America" einstellen wird. Intel gehörte zu den größten Geldgebern der Pfadfinder.

Nicht im Einklang mit Intels Antidiskriminierungspolitik

Intel erklärte diesen Schritt damit, dass sie nicht mehr an Organisationen spenden, die nicht im Einklang mit Intels Antidiskriminierungspolitik stehen. "Anfang des Jahres haben wir unsere Richtlinien überprüft und haben beschlossen, nur für Organisationen zu spenden, die zu unseren Prinzipien stehen, gegen Diskriminierung vorzugehen.", sagte ein Intel-Sprecher gegenüber dem Online-Magazin "ThinkProgress". Der Sprecher kündigte jedoch an, den Landes- und Ortsverbänden der Boy-Scouts weiterhin Spenden zukommen zu lassen, die sich gegen den Bundesverband stellen und homosexuelle Pfadfinder und Leiter zulassen.

Intels Entscheidung war eine Online-Petition vorausgegangen, die von Zach Wahls, Gründer der Gruppe "Scouts for Equality", initiiert wurde. Die Petition richtete sich an Intel, die Spenden an die Pfadfinder, einzustellen. 30.000 Amerikaner unterzeichneten die Forderung.

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