Verhaftet und misshandelt

Christian Brandl Von Christian Brandl

(dbna.de / pinknews.co.uk) Verdacht auf Homosexualität - das war für iranische Sicherheitskräfte am vergangenen Donnerstag der Grund dafür, eine private Geburtstagsfeier zu stürmen und alle anwesenden Gäste zu verhaften. Doch darauf beschränken sie sich nicht - zahlreiche Gäste wurden Gummiknüppeln verprügelt, bevor sie abgeführt wurden.

"Ich ging noch ein Geschenk für Farhad (Anm. d. Red.: der Gastgeber) kaufen und kam daher später zu der Party", so Peyman, ein Augenzeuge. "Als ich in die Straße einbog, sah ich überall Polizeiautos parken. All meine Freunde wurden verhaftet während sieben oder acht Polizisten sie mit Knüppeln verprügelten." Dem iranischen Schwulenverband liegen Berichte vor, nach denen die Männer auch im Gefängnis unter untragbaren Bedingungen zu leiden hätten.

"Offensichtlich ist diese Razzia eine weitere systematische Verletzung von menschenrechten [...] alle Menschenrechtsorganisationen müssen dagegen aufs heftigste protestieren.", so Arsham Parsi, Geschäftsführer der Organisation. Nach der islamischen Shar'ia ist schwuler Sex - wie auch jeder andere außereheliche Sex - streng verboten. Die Höchststrafe dafür ist die Todesstrafe.

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