"Nicht fragen, nichts sagen" ... nach diesem Motto geht die U.S. Armyderzeit mit homosexuellen Soldaten und Soldatinnen um. Wer schwul oderlesbisch ist, soll dies demnach für sich behalten und braucht keineKonsequenzen zu fürchten. Im Umkehrschluss müssen Homosexuelle jedochfürchten, aus dem Militärdienst entlassen zu werden, wenn sie offen zuihrer sexuellen Identität stehen.

Im konkreten Fall beschäftigt sich das Gericht nun mit dem Schicksalvon zwölf schwulen und lesbischen Army-Mitgliedern, die wegen ihresoffenen Umgangs mit ihrer Homosexualität aus dem Militärdienstentlassen wurden. Die Anklage vertritt die Meinung, dass das U.S.Militär mit dieser Praxis eindeutig gegen die verfassungsmäßigen Rechtevon Schwulen und Lesben verstößt. Jeder der zwölf betroffenen Soldatenhatte während des "Kriegs gegen den Terror" in der Army, der Navy, derAir Force oder der Küstenwache gedient und dabei hatten einige vonihnen auch Auszeichnungen gewonnen.

"Ich empfand, dass ich gezeungen wurde zu lügen und unehrlich sein musste", so Soldatin Jen Kopfstein gegenüber AP. "Ichkonnte nie etwas über meine Familie oder mein Provatleben erzählen -nicht einmal was ich am Wochenende getan hatte. Es schmerzt, wenn mansich so verhalten muss." Irgendwann konnte Sie es nicht mehrertragen und erzählte ihrem leitenden Offizier, dass sie lesbisch ist.Daraufhin wurde sie umgehend entlassen.

Nun obliegt es dem Gericht über die Frage zu entscheiden, die BushAdministration hat darum gebeten, die Klage fallen zu lassen. 

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Weitere Quellen: 365gay.com, Bilder: Photo Courtesy of U.S. Army