Verseuchte Injektionen in US-Klinik

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de / AFP) Ein Skandal um die massenhafte Infektion von Patienten mit HIV und Hepatitis durch verseuchte Spritzen bahnt sich in den USA an. Die verantwortlichen Behörden geben an, daß bis zu 40.000 Patienten, die zwischen März 2004 und Januar 2008 in einer Klinik in Las Vegas Betäubungsspritzen bekommen hatten, mit dem HI-Virus oder verschiedenen Varianten der Leberkrankheit Hepatitis infiziert worden seien. Ursache sei nach Auskunft der staatlichen Stellen die mehrfache Verwendung von Spritzen und Ampullen im Endoskopie-Zentrum der Klinik.

Entdeckt wurde der verantwortungslose Umgang mit Spritzen und Ampullen, nachdem überdurchschnittlich viele Fälle von Hepatitis C diagnostiziert worden waren. Seit Januar wurden sechs Infektionen gemeldet. Fünf dieser Patienten hatten am gleichen Tag eine Betäubungsspritze in jenem Endoskopie-Zentrum von Süd-Nevada erhalten. Über Jahre hinweg sei dort offenbar nicht sachgemäß mit Spritzen und Ampullen umgegangen worden, teilte der der Chef der Gesundheitsbehörde, Lawrence Sands, mit.

Für die übrige Bevölkerung bestehe nach Einschätzung der Behörde aber keine erhöhte Infektionsgefahr, da eine Infektion mit Hepatitis C nur über das Eindringen von Erregern in die Blutbahn erfolgt.

In einer Erklärung der Klinik äußert diese ihr "tiefes Bedauern" über die Vorfälle. Man habe Gegenmaßnahmen ergriffen, um Wiederholungsfälle auszuschließen. Den Betroffenen wird geraten, einen Arzt aufzusuchen und sich auf Hepatitis und HIV testen zu lassen. Beide Krankheiten können lange Zeit unbemerkt bleiben.

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