Die Deutsche Bank muss sich heute vor einem Londoner Gericht derAnklage wegen Mobbings eines Schwulen stellen. "Fickschwuchtel","Kissenbeißer", "schwuler Junge" und "Fäkalienstocherer" - so soll der schwule PakistaniSid Saeed laut eigenen Aussagen nicht nur von direkten Kollegen,sondern auch von Vorgesetzten genannt worden sein. Der erfolgreicheBankangestellte muss nun bereits seit 2001 mit diesen Diskriminierungenleben, seit bei einem Abendessen für langjährige Angestellte derDeutschen Bank in seiner Abwesenheit über seine Homosexualitätgesprochen wurde.

Auf Basis der neuen Antidiskriminierungsgesetze Großbritanniens reichteder gebürtige Pakistani nun Klage gegen seinen Arbeitgeber ein, dadieser die Diskriminierung toleriert und nichts gegen das Mobbingunternommen hatte. Laut Meldungen von 365gay.com wird die Deutsche Bankversuchen, zu verhindern, dass die Öffentlichkeit und die Presse an derersten Anhörung teilnehmen darf. Der Anwalt von Sid Saeed will jedochversuchen, die Anhörung öffentlich zu halten. 

Im vergangenen Monat war die Müllbeseitigungsfirma Cleanaway in einemähnlichen Prozess zur Zahlung von umgerechnet über 50.000 Euroverurteilt worden. Im Falle einer Verurteilung der Deutschen Bankrechnen Experten aufgrund des höheren Gehalts von Saeed mit einerZahlung von über 750.000 Euro.

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Weitere Quellen: 365gay.com