Mit einer Mehrheit von 26 zu 7 Stimmen hat der Stadtrat der italienischen Stadt Padua entschieden, dass in der Kommune die Schließung einer der Homo-Ehe nahekommenden zivilen Partnerschaft für Schwule und Lesben erlaubt wird. Damit konnte sich die Link-Koalition, die den Stadtrat dominiert, eindrucksvoll durchsetzen.

Zwar hat die Eintragungsmöglichkeit nur wenig Effekt für die Heiratswilligen, denn die Stadt kann nur Dinge ermöglichen in denen sie die rechtliche Verantwortung trägt, dennoch unterstützen italienische Schwulen- und Lesbenverbände den Vorstoß der Stadt. Konservative bezeichnen die Regelung als Bedrohung für die "heilige Ehe". Auch der Vatikan gab umgehend eine Stellungnahme zu der Entscheidung heraus: in der offiziellen vatikanischen Zeitung "L'Osservatore Romano" betonte der Vatikan seine Position gegen die Homo-Ehe.

Paare die ihre Partnerschaft eintragen lassen erhalten ein "Familienzertifikat" von der Stadt. Es soll den Paaren dabei helfen auf Wartelisten für öffentliche Wohnprojekte zu kommen und ihnen auch Sonderurlaub bei Erkrankung des Partners garantieren.

Auch auf Landesebene ist der Premierminister Romano Prodi dabei, ein Gesetz zur Einführung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf den Weg zu bringen.

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