Sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und spätestens seit der Übernahme von YouTube durch Google ist auch klar, dass Online-Videoplattformen kommerzielles Potential haben. Doch zunehmend werden dort nicht mehr nur selbst produzierte Filme veröffentlicht - insbesondere Mitschnitte von TV-Sendungen und Produktionen, die urheberrechtlich geschütztes Material verwenden sind den Rechteinhabern ein Dorn im Auge.

Sucht man auf YouTube beispielsweise nach "ZDF", "ProSieben" oder "Sat.1" so findet man - wie auch bei Eingabe anderer bekannter Sendernamen - hunderte Einträge von Sendungsmitschnitten und urheberrechtlich geschützten Filmen. Gegen diesen Wildwuchs wollen einige Sender nun vorgehen: "Wenn ein Urheberrechtsverstoß vorliegt, werden wir dies prüfen und gegebenenfalls Schritte dagegen einleiten", sagt Michael Jachan (Sprecher von Premiere) gegenüber FOCUS Online. "Wir haben bisher auf den entsprechenden Videoplattformen keine urheberrechtlich relevanten Ausschnitte mit unserem Signal entdeckt."

Auch bei der ARD prüfe man derzeit die Möglichkeiten: "Dass bei uns abgezockt wird, beschäftigt unsere Urheberrechtsexperten natürlich und wir prüfen das. Das geht nur nicht so schnell", so ARD-Sprecher Rudi Küffner. Auch eine Prüfung der unüberschaubaren Menge an Clips sei schwierig.

Dienstebeitreiber sind nach dem deutschen Urheberrecht dazu verpflichtet, beanstandete Inhalte unverzüglich zu entfernen. Gegen den User, der den Verstoß begangen hat könnte darüber hinaus auch rechtlich vorgegangen werden. Das Portal MyVideo - an dem auch die ProSieben Sat.1 Gruppe beteiligt ist - arbeite nach Informationen des Sender-Sprechers Marcus Prosch derzeit an einem System, um Urheberrechtsverstöße zu verhindern.

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Weitere Quellen: Quelle: FOCUS OnlineBildmaterial: YouTube