Wegen Trump: USA-Einreise nach Gay-Cruise verweigert

Redaktion Von Redaktion
Wegen Trump: USA-Einreise nach Gay-Cruise verweigert
facebook/May Sam

Trumps Beschluss, Menschen die Einreise in die USA zu verweigern, sollte diese aus einem von insgesamt sieben muslimisch geprägten Ländern stammen, beschäftigt nicht nur Politiker rund um den Globus, sondern auch ganz einfache Menschen: das zeigt das Beispiel von Maysam Sodagari deutlich.

Der schwule Iraner Maysam Sodagari wollte sich mit einer siebentägigen "Gay-Kreuzfahrt" auch einen langersehnten Traum erfüllen. Während die Cruise durch die Karibik viel Erholung, neue Kontakte und reichlich erinnerungswürdige Fotos versprach und auch hielt, fand die Reise leider auch ein unrühmliches Ende.

Noch während sich Sodagari in der Karibik befand, traf Trump den Beschluss Muslimen pauschal die Einreise zu verweigern. Auch Sodagari war davon betroffen, hält er doch unter anderem einen iranischen Pass. Problematisch ist das schon allein deshalb, weil der Iran es seinen Bürgern nicht erlaubt die Staatsbürgerschaft niederzulegen.


Der studierte Chemieingenieur geht in San Francisco (Kalifornien) einer geregelten Arbeit nach, was ihn vor Trumps Beschluss aber keinesfalls zwingend schützt.

Seinen Unmut machte der Iran-Amerikaner auf seinem eigenen privaten Facebook-Profil Luft, wo er sich selber "May Sam" nennt. Hier prangert er an, dass seine "morgige" (zum Zeitpunkt des Postings) Einreise in die USA unter Umständen nicht möglich sei. Weiterhin lobt er die bis dato freie USA, in der er sich auch als homosexueller Mann voll ausleben, einer Karriere nachgehen und sich ein eigenständiges Leben aufbauen konnte.

Glückliches Ende für Maysam Sodagari

Die schlimmsten Befürchtungen haben sich aber zumindest für den Iran-Amerikaner aus San Francisco nicht bewahrheitet. Zwar wurde er einige Stunden aufgehalten, dennoch konnte er letztlich schon am nächsten Tag ganz legitim in die USA einreisen. Unterstützung gab es für den Chemieingenieur reichlich, so unter anderem von der Organisation "American Civil Liberties Union", welche das Einreiseverbot pauschal verurteilt und angefochten hatte.

Auch vor Ort erhielt Sodagari nach eigenen Aussagen viel Unterstützung - und das nicht nur von anderen Passagieren, sondern auch von den Beamten. Für viele Muslime endete die geplante Einreise aber nicht mit einem guten Ende - sie hängen immer noch an den jeweiligen Flughäfen fest oder wurden teilweise bereits zurückgeflogen.

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