"Wenn er gut ist, wird er spielen"

Christian Brandl Von Christian Brandl

BVB-Trainer Jürgen Klopp fordert schwule Fußballprofis zum Gruppen-Outing auf, um den Druck auf den Einzelnen zu reduzieren.

(dbna.de / PRIDE1) Nachdem sich vor einigen Monaten bereits Christoph Daum zum Thema geäußert hatte (dbna berichtete), hat nun auch BVB-Trainer Jürgen Klopp schwulen Profi-Fußballern seine Unterstützung bei einem Coming-out zugesagt. Dem ZEITmagazin sagte der 42-Jährige, dass er Schwule Fußballprofis, die zu ihrer Homosexualität stehen "selbstverständlich unterstützen würde". Er sieht jedoch das Risiko groß, dass ein einzelner Spieler dem Focus der Boulevardmedien ausgesetzt wäre und dadurch einem enormen Druck unterläge.

"Es müsste ein ganzer Schwall kommen. Wenn sich zehn, zwanzig auf einmalouten. 'Hallo, hier sind wir. Hallo, wir sind schwul.' Dann würde allesmit einem Mal ganz anders aussehen.", so Klopp gegenüber dem ZEITmagazin. Ihm selbst sei egal, welche sexuelle Orientierung ein Spieler hat: "Mir ist jeder homosexuelle Spieler in meiner Mannschaft herzlichstwillkommen. Wenn er gut ist, wird er spielen, wenn er nicht gut ist,wird er nicht spielen."

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Weitere Quellen: PRIDE1 / ZEITmagazin, iStockphoto.com