Westerwelle outet sich!

Patrick Fina Von Patrick Fina

Angela Merkel feierte mit mehreren hundert Parteifreunden ihren 50. Geburtstag nach. Zu den Gratulanten gehörte auch Guido Westerwelle. Dieser erschien mit seinem Partner Michael Mronz. Nun ist also auch Westerwelle öffentlicht geoutet! 

Es war ein Abend der Überraschungen. Angela Merkel feierte mit mehreren hundert Parteifreunden ihren 50. Geburtstag nach. Zu den Gratulanten zählte unter anderem Edmund Stoiber, der Merkel an diesem Abend mehr oder weniger die Kanzlerkandidatur auf dem Silbertablett servierte. "Sie wollen Deutschland nach vorn bringen. Die "Schwester" aus München ist dabei an Ihrer Seite." Mit "Schwester" meinte Stoiber sich selbst jeder hat halt seinen eigenen Sinn für Humor. Aber es kam an diesem Abend noch härter. Genau in dem Moment, als Guido Westerwelle den Raum betrat. Wie ein Leibwächter sag der junge Mann mit Michael-Schumacher-Kinn, leicht gewelltem dunklen Haar und modischem Nadelstreifen-Anzug, der da an der Seite von Westerwelle eintrat, nicht gerade aus. Und ein Leibwächter ist er auch nicht. Sein Name ist Michael Mronz, er ist 36 Jahre alt und Geschäftsführer des Aachener Reitturniers CHIO. Und außerdem ist er nun offiziell der Partner von Guido Westerwelle.

Der Mann an der Seite des FDP-Chefs hat einiges Tuscheln bei den Ehrengästen ausgelöst. Schließlich hatte der "Spiegel" bereits vor Wochen vom "stillen Outing" Westerwelles geschrieben und den Teilnehmer eines Abendessens der Parteichefs beim Bundespräsidenten mit den Worten zitiert: "Er will sich offenbar nicht länger verstecken". Gerüchte gehen schon seit Jahren um, und jetzt ist es endlich öffentlich. Zuerst outete sich der Berliner Oberbürgermeister Klaus Wowereit. Dann letztes Jahr im Sommer um etwa diese Zeit war es Ole von Beust, der sich öffentlich outete, und dieses Jahr macht es ihnen Guido Westerwelle nach. Ein neuer Trend, der sich in Deutschland entwickelt? Wir dürfen gespannt sein, wer als nächstes zu seiner homosexuellen Neigung steht. Und zum Schluss bleibt uns nur eines zu sagen: Herzlichen Glückwunsch an Herrn Westerwelle für diesen mutigen Schritt und alles Gute für die Zukunft!

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Weitere Quellen: bild.t-online.de