(dbna.de / azonline.ch) Mit unerwartetem Widerstand hat der erfolgreiche Schweizer DJ Bobo dieser Tage zu kämpfen: eine Petition der Eidgenössisch- Demokratischen Union (EDU) gegen seine Teilnahme am Eurovision Song Contest konnte überraschend rund 50.000 Unterschriften sammeln, die nun bereits der Bundeskanzlei übergeben wurden.

Der Stein des Anstoßes ist DJ Bobos Titel "Vampires are alive", mit dem der Musiker den schweizerischen Vorentscheid für den Song Contest gewann. Eine Jury aus Vertretern der Sender SF, TSR, TSI und Viva Schweiz hatten ihn zum Sieger unter über 60 Titeln für den Song Contest gekürt und dem Ausnahmemusiker damit das Ticket für den Grand Prix ausgestellt.

Doch nach Ansicht der EDU und anderer rechtskonservativer Kräfte stellt der Titel eine Gefahr für den religiösen Frieden in der Eidgenossenschaft dar. Der Text des Titels verniedliche Himmel und Hölle und "da hört der Spass endgültig auf", wie es in der Petition heißt. Textstellen wie "Verkaufe deine Seele" oder "freue dich auf den Weg vom Himmel zur Hölle" seien eine verheerende Botschaft, die so nicht ihren Weg in den Wettbewerb finden dürfe. Auch die Schweizerische Evangelische Allianz  sieht in dem Lied einegefährliche "düstere Botschaft", die für seelischangeschlagene Jugendliche und Menschen in schwierigen Lebensumständengesundheitliche Folgen haben könnte.

Ob die Petition Erfolg haben wird ist offen, ebenso wie die Teilnahme von DJ Bobo am Finale am 12. Mai. Denn der Schweizer muss zunächst am 10. Mai das Halbfinale überstehen, aus dem nur zehn der antretenden 28 Teilnehmer in die Endrunde gewählt werden.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: Quelle: azonline.ch / swissinfo.chBildmaterial: © Yes Music (edel)