Wieder gegen Homo-Ehe

Christian Brandl Von Christian Brandl

In seiner "State of the Union"-Rede am vergangenen Mittwoch griffUS-Präsident George W. Bush erneut das Thema der Homosexuellen-Ehe auf.Wie dbna am 19.01.2005 berichtete hatte Bush erklärt, einverfassungsmäßiges Verbot der Homo-Ehe nicht weiter zu verfolgen. DieseMeinung scheint sich nun wieder gewandelt zu haben. In seiner Redebetonte Bush, dass die Ehe eine "heilige Institution ist und dieGrundlage" der amerikanischen Gesellschaft. Eine solch wichtigesElement der Gesellschaft solle daher nicht von "aktivistischenRichtern" neu definiert werden. Daher unterstütze er "im Interesse vonFamilien, Kindern und der Gesellschaft" einen Verfassungszusatz, derHomo-Ehen verbietet.

Die Homo-Ehe war bereits im Wahlkampf im vergangenen Jahr eine starkdiskutierte Frage. In einigen Bundesstaaten war zeitglieich mit derPräsidentschaftswahl auch ein Referendum zu diesem Thema durchgeführtworden, wodurch vor allem die konservativen und religiösen Wählermobilisiert werden konnten. Auch im für die Wahl entscheidendenBundesstaat Ohio wurden erweiterte Rechte für Schwule und Lesbenmehrheitlich abgelehnt.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: DerStandard.at