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Patrick Fina Von Patrick Fina

Schwule und Lesben weltweit feiern heute den ersten Internationalen Taggegen Schwulen- und Lesbenhass (International Day Against Homophobia),der vom internationalen Schwule- und Lesbenverband ILGA ins Lebengerufen wurde. Den 17. Mai wählte man deshalb aus, weil dieWeltgesundheitsorganisation WHO am 17. Mai 1990 beschlossen hatte,Homosexualität nicht mehr als Krankheit zu bezeichnen. Deutschlandnimmt an den Feierlichkeiten nicht teil. Es sei "schwer vermittelbar",einen weiteren Tag für die Unterstützung Homosexueller einzuführen,meint Alexander Zinn vom Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD)der AFP. Anders sieht das in Frankreich aus. Dort prangerten zahlreicheVerbände die strafrechtliche Verfolgung von Homosexualität in mehr als80 Ländern weltweit an.

In einer in Paris unterzeichneten Erklärung hieß es, dass in Staatenwie Afghanistan, dem Iran, Pakistan oder Tschetschenien beigleichgeschlechtlichen Kontakten immer noch die Todesstrafe drohe. Sokönne Homosexualität in Indien, Syrien und Libyen beispielsweise mitbis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden. Die französischenVerbände forderten die Staaten auf, ihr Strafrecht zu liberalisieren.

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Weitere Quellen: AFP