Die österreichischen Grünen liegen im Klinsch mit der Führung des ORF: bereits mehrfach haben Verantwortliche der Partei die Haltung des Senders zu verschiedenen Themen kritisiert und öffentlich angeprangert. Nun geht es erneut um ein heikles Thema: Ulrika Lunacek (siehe Bild) und Marco Schreuder bezichtigen die Programmdirektion der öffentlich-rechtlichen Sender der Zensur, denn das Programm bilde nicht die gesellschaftliche Realität ab.

Insbesondere das Thema Homosexualität werde vom ORF gezielt aus dem Programm verbannt - obwohl man sich die Senderechte an schwullesbischen Formaten wie "The L Word - Wenn Frauen Frauen lieben" gesichert habe.

Außerdem seien auch verschiedene andere Serien aus dem Programm "verschwunden", in denen homosexuelle Charaktere eine bedeutende Rolle gespielt hätten. Eigenproduktionen der Sender hätten dieses Thema ohnehin bislang nie aufgegriffen. Nach Meinung von Ulrike Lunacek sei dies vor allem auf die Dominanz der ÖVP in den Öffentliche-Rechtlichen zurückzuführen: "Die ÖVP will ihr familienpolitisches Lebensbild transportieren - der ORF hilft willfährig", so die Politikerin. Gemeinsam mit ihren Parteifreunden fordert sie nun, dass das ORF künftig auch kritische Themen aufgreift und so zum Abbau von Vorurteilen und Barrieren beiträgt.

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Weitere Quellen: Quelle & Bildmaterial: © Gruene.at