Ein vermisster 40-jähriger Ingolstädter ist laut einem Bericht derKripo Ingolstadt von seinem 21-jährigen Lebensgefährten ermodet worden.Eine Bekannte des Mannes hatte diesen am 11. Mai bei der IngolstädterPolizei als vermisst gemeldet, da sie ihn seit mehreren Tagen nichtgesehen hatte. Die Ermittlungen der Polizei führten jedoch zunächst zukeinem Ergebnis - selbst Verwandte in Griechenland konnten den Beamtenkeine Informationen zum Verbleib des Mannes geben. Anhaltspunkte füreinen Suizid oder einen Unglücksfall gab es jedoch auch nicht.

Im Zuge der Übernahme der Ermittlungen durch die Kripo Ingolstadt,suchten Kriminalbeamte die Wohnung des 40-jährigen auf. Dort trafen siedessen 21-jährigen Lebensgefährten an. Als dieser - lediglich alsAuskunftsperson - von den Beamten befragt wurde, flüchtete erunerwartet. Bei der Durchsuchung der Wohnung entdeckte die KripoPlastiksäcke unter der Couch, in denen sich blutverschmierte Kleidungbefand. Darüber hinaus wurden auch andere Spuren sichergestellt, dieauf ein Gewaltverbrechen hinwiesen. In dem zur Wohnung gehörigenKellerabteil erhärtete sich dann der Verdacht durch weitere Kisten undSäcke, in denen sich menschliche Überreste befanden.

Gegen 12:25 Uhr des folgenden 2. Juni 2005 konnte der junge Mann in derWohnung einer Bekannten widerstandslos festgenommen werden. Er gestanddaraufhin, seinen Partner am 5. Mai mit Axthieben und Messerstichengetötet und anschließend zerstückelt zu haben. Durch dieStaatsanwaltschaft wurde Haftantrag wegen Mordes gestellt.

Das Motiv des Täters ist noch unklar. In der gemeinsamen Wohnung lebte auch die pflegebedürftige Großmutter des Opfers, die vor wenigen Tagen in einer Klinik verstarb. Aufgrund der Gesamtumstände wurde durch die Staatsanwaltschaft Ingolstadt eine Obduktion der Frau angeordnet. Hinweise auf einen nicht natürlichen Tod ergaben sich hierbei nicht. Genauere Untersuchungen stehen noch aus.

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Weitere Quellen: DONAUKURIER.de