Zwei Stadtbezirke verpartnern Homosexuelle

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Zwei Stadtbezirke verpartnern Homosexuelle
Lauren Anderson/flickr.com

In Japan dürfen Schwule und Lesben nicht heiraten. Zwei Stadtbezirke in der Hauptstadt Tokio machen es trotzdem. Doch die Verpartnerung hat einen Haken.

Zwei Stadtteile von Tokio haben begonnen, homosexuelle Paare zu verpartnern. In Shibuya und Setagaya können Schwule und Lesben ihre Partnerschaft nun offiziell eintragen, obwohl eine eingetragene Lebenspartnerschaft für Homosexuelle in Japan ausdrücklich verboten ist.

Die Pläne gibt es bereits seit Februar. Am Donnerstagmorgen um 8:30 Ortszeit war es dann soweit: Das lesbische Paar Koyuki Higashi und Kiroki Masuhara erhielt ihre Urkunde, wie die Tageszeitung Asahi Shimbun berichtet.

Japan: Schwierige Lage für Homosexuelle

Die Verpartnerung hat für die Paare viele Vorteile. Unter anderem können sie sich für staatliche Familienwohnungen bewerben oder ihren Partner im Krankenhaus besuchen. Das war zuvor nur heterosexuellen Partnern erlaubt.

Doch die Verpartnerung hat einen Haken: Sie gilt nur innerhalb der beiden Stadtbezirke. Shibuya gilt als LGBTIQ*-freundlicher Stadtteil. Hier findet auch der Christopher Street Day statt.

Homosexualle haben es in Japan nicht leicht. Während schwuler oder lesbischer Sex gesellschaftlich akzeptiert wird, ist es für Homo-Paare schwierig, soziale Anerkennung zu finden. Viele leben ihre Sexualität deshalb im Verborgenen aus. 

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Weitere Quellen: Lauren Anderson/flickr.com