Das Wunschspiel

Redaktion Von Redaktion

England in den 50er Jahren: Der 14jährige Jonathan Palmer hat das zweifelhafte Glück, als Junge aus einfachem Haus eine sogenannte "Public School", ein klassisches Jungeninternat, besuchen zu dürfen.

Patrick Redmonds Biographie kann gewisse Ähnlichkeiten mit der von John Grisham (beide haben als Anwalt angefangen) nicht verleugnen, aber dann hört die Ähnlichkeit auch schon auf. Die Kritiker feiern ihn, vielfach hört man Stimmen wie "Es gab lange keinen jungen Autor mehr, der so einen Einstand geliefert hat." Redmond selbst gibt als seine Vorbilder Patricia Highsmith und Stephen King an, allerdings nimmt sich der greifbare Horror von King gegen Redmonds "Wunschspiel" schon fast ein bißchen wie eine Satire aus.
Worum geht es nun eigentlich Redmonds erstem Roman? England in den 50er Jahren: Der 14jährige Jonathan Palmer hat das zweifelhafte Glück, als Junge aus einfachem Haus eine sogenannte "Public School", ein klassisches Jungeninternat, besuchen zu dürfen. Er ist der einzige seiner Klasse, der nicht aus eine adeligen oder wohlhabenden Familie stammt - und damit ist er ein beliebtes Ziel für Spott und Sticheleien.
Eines Tages hilft ihm unerwartet sein Klassenkamerad Richard Rokeby, seines Zeichens Schulexzentriker und Eigenbrödler, aus der Patsche. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden grundverschiedenen Jungen eine tiefe Freundschaft, die von den Lehrern gar nicht gern gesehen wird - von Richards Familie jedoch umso lieber. Daß Richard in vielerlei Hinsicht anders ist als die anderen Jungs in der Schule merkt Jonathan recht schnell, aber wie groß die Welten dazwischen sind, kann er anfangs nicht einmal erahnen ... bis er schließlich nach und nach hinter Richards dunkles Geheimnis kommt.

Ein anderer Rezensent schrieb sehr treffend "Bei diesem Buch stellen sich die Nackenhaare Seite für Seite einzeln hoch." Und dem habe ich nicht mehr viel hinzuzufügen. Einziges Manko: die Taschenbuchausgabe soll erst im Februar 2002 erscheinen.

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