Der Erdrutsch

Redaktion Von Redaktion
Der Erdrutsch
istockphoto.com/Stephan Martin Meyer

Eigentlich sollte der Urlaub von Johan, Paul und Luise mit ihren jeweiligen Familien erholsam sein, doch am Ende liegt aufgrund eines Erdrutsches ihr Feriendomizil in Trümmern – und eine Urlaubsbekanntschaft findet dabei den Tod. Doch war es wirklich ein Unfall oder steckt mehr dahinter?

Eine Unbekannter, der sich heimlich im Ort aufhält, macht die drei Jugendlichen stutzig und auch viele Umstände. Warum klaut jemand den kaputten Laptop der Toten? Wieso hätte sie jemanden umbringen sollen? Oder spinnen sich die Kinder doch nur etwas zusammen?

Viele Hindernisse auf dem Weg zur Lösung

Internetrecherchen, persönliche "Befragungen" so wie zufällige Beobachtungen und Begegnungen bringen die Kinder langsam weiter. Sie stoßen auf einen weiteren Unfall, eine Kindesentführung, eine kaputte Familie sowie zerrüttete Beziehungen. Drohungen und auch Gewalt schreckt weder Paul noch Johan oder Luise ab, die Lösung zu finden.

Während die Kinder so in ihren Ferien grübeln, entwickelt sich nicht nur eine Freundschaft zwischen Johan und Paul, sondern auch sie selbst entwickeln sich weiter. Gerade mehr Selbstbewußtsein ist für Johan entscheidend vor allem im Umgang mit den bulligen Typen an seiner Schule und aus seiner Klasse, die ihn regelmäßig piesacken. Und auch die Entdeckung anderer Gefühle beirrt ihn dabei nicht.

Kein überwiegendes "schwules" Element

Kinder- und jugendgerecht hat Stephan Martin Meyer seinen Roman aufbereitet. Die Einführung der Charaktere in ihrem heimischen Umfeld und ihr Wachsen und Wandel ist durchaus passend. Allein das bullige Verhalten Pauls anfangs, das sich nicht groß von Johans Gegner unterscheidet, verschreckt und läßt ihn als Person unsympathisch entscheiden ein Eindruck, der sich auch mit der Weiterentwicklung nur schwer revidieren lässt.

Das "schwule" Element überwiegt nicht, kommt immer wieder nur unterschwellig vor, wobei das Ende durchaus überraschend, wenn auch nicht aus der Luft gegriffen, sondern nett vorbereitet ist. Im übrigen erinnert das Buch sehr an Jugendkrimis wie "TKKG" und "Die drei ???" was der Erzählung aber nichts nimmt, sondern genau inhalts- und altersmäßig in die Zielgruppe dieser beiden Reihen passt.

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