Die Jungs auf der Klippe

Redaktion Von Redaktion

Billy ist noch Schüler und ein leidenschaftlicher Schwimmer. Er lebt ineinem durch und durch konservativen Viertel der New Yorker Bronx, indem es Schwulenwitze an allen Ecken hagelt. Kein gutes Plätzchen fürein Coming-out!

Billy ist noch Schüler und ein leidenschaftlicher Schwimmer. Er lebt ineinem durch und durch konservativen Viertel der New Yorker Bronx, indem es Schwulenwitze an allen Ecken und Enden hagelt. Mit anderenWorten: Kein gutes Plätzchen für einen 16-jährigen Jungen, dem bewusstwird, dass es mit den Mädchen wohl doch nicht so gut klappt und einmuskulöser Männerkörper irgendwie viel anziehender ist. Seineverklemmten Eltern sind ihm da natürlich auch keine sonderlich großeHilfe. Verflixt blöde Situation! Zumindest bis Billy den gutaussehenden Al kennen lernt. Prompt verliebt er sich in den jungen Mannund eine Phase von erforschen, genießen und verheimlichen beginnt. DassAl mit all dem sogar noch mehr Probleme als Billy hat, macht das ganzeaber leider nicht unbedingt leichter.

Die Zeit in der man "Die Jungs auf der Klippe" als unumgängliche ComingOut Literaturempfehlung bezeichnen konnte, ist leider vorbei. Heutewirkt der Roman etwas angegraut sowohl stilistisch als auch vom80er-Jahre-Setting her. Die Übersetzung des Buches ins Deutsche istleider auch nicht wirklich gut geglückt. Stellenweise wird der Sinnvöllig verdreht, man wird mit Kommata nur so erschlagen, langweilt sichwegen der lieblosen Sätze und bekommt Ausdrücke vorgesetzt, diesprachlich vor 20 Jahren vielleicht noch okay waren, im Jahre 2004allerdings etwas befremdlich wirken. Lesenswert ist der Roman trotzdem nicht zuletzt weil das Buch zumindest im letzten Drittelüberraschenderweise doch noch etwas zulegt. Alternativen gibt es aberdennoch sehr viele bessere.

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