Ein Traum vom Leben

Redaktion Von Redaktion

Mikael beschäftigt nur noch der Tod seines Vaters. Auch die schöne Umgebung Südschwedens und die liebevolle Pflege der Verwandschaft können ihn nicht wirklich aus seiner Trauer heben. Erst die Begegnung mit Theo löst etwas aus, das Hoffnung gibt. Aber langt das?

Es ist kaum drei Monate her, dass Risto starb. Seine Frau Helena und sein Sohn Mikael kämpfen mit ihrer Trauer, jeder auf seine Weise. So stürzt sich die Mutter in die Arbeit, während ihr Sohn die Sommerferien bei der Verwandschaft in Südschweden verbringt.

Die altvertraute Gegend, in der Mikael während seiner Kindheit viele Ferien verbrachte, lässt die Vergangenheit und die Erlebnisse mit seinem Vater vor dem inneren Auge immer wieder auftauchen. In vielen Träumen führt er Zwiesprache mit Risto, die ihn langsam zum Leben zurückführen. Die Gegenwart seiner Cosuine Tina, ihres Freundes Robert und des Pärchens Petr und Joakim tut Mikael gut.

Auf der Rückfahrt vom Strand kommt es dann fast zur Katastrophe, überfährt doch Robert fast einen jungen dänischen Wanderer namens Theo. Nur leicht verletzt bringen Tina, Robert und Mikael den Jungen ins Krankenhaus, der aufgrund seines verstauchten Knöchels seine weiteren Pläne vergessen kann. So kommt er schließlich bei Tinas Eltern unter.

Über die nächste Zeit kommen sich Theo und Mikael näher. Doch noch verarbeitet dieser den Tod des Vaters und kann die positiven Gefühle noch nicht einordnen und zulassen. Kann Theo ihn erreichen oder erstickt der Kummer Mikaels Gefühle?

Auf zärtliche, einfühlsame Weise erzählt Håkan Lindquist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Philosophisch entfaltet sich das Innerste Mikaels vor dem Leser genauso wie die bezaubernde Umgebung. Mikaels Gefühle und Gedanken liegen offen, aber wirken nicht erdrückend und depressiv. Lindquist ermöglicht vielmehr eine innigste Anteilnahme, die den Leser selbst in der Geschichte aufgehen lässt. Hier empfiehlt sich nur: lesen und genießen!

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Weitere Quellen: BrunoGmünder, BrunoGmünder