Ein Zuhause am Ende der Welt

Redaktion Von Redaktion

Das Buch erzählt die Geschichte zweier ungleicher Freunde, die Ende der60er Jahre gemeinsam aufwachsen und die folgenden 20 Jahre gemeinsamerleben. Ganz unscheinbar schlich sich ein Film mitCollin Farrell in die Kinos, der damiteine großartige Literaturverfilmung wagte.

Das Buch erzählt die Geschichte zweier ungleicher Freunde, die Ende der60er Jahre gemeinsam aufwachsen und die folgenden 20 Jahre gemeinsamerleben. Ganz unscheinbar schlich sich im Dezember 2004 ein Film mitCollin Farrell in die Kinos, der mit dem Buch von Michael Cunninghameine großartige Literaturverfilmung wagte.

Der kleine Bobby muss einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen. Alser unbeabsichtigt den Tod seines älteren Bruders verursacht und einwenig später seine leiblichen Eltern verliert, scheint für ihn jedeHoffnung verloren. Doch die Familie seines besten Freundes Jonathannimmt ihn bei sich auf und gibt ihm die Chance für einen Neuanfang. Inden folgenden 20 Jahren gehen die Wege der beiden häufig auseinander,kreuzen sich aber immer wieder an entscheidenden Wendepunkten. Diebeiden verbindet nicht nur Freundschaft, denn zwischen Bobby undJonathan entwickelt sich eine innige Beziehung. Während Bobby beiseinen neuen Eltern bleibt, zieht es Jonathan nach New York, wo erhofft, seine homosexuelle Seite ausleben zu können. Wenig später folgtihm Bobby in die Stadt, verliebt sich in Clare, die dann ein Kind vonihm bekommt. Doch weder Jonathan noch Clare scheinen ein Problem damitzu haben, weshalb sich Bobby auf eine Dreiecksbeziehung einlässt.Gemeinsam ziehen die drei in ein idyllisches Haus auf dem Land. Wasanfänglich gut geht, scheint nun doch Probleme mit sich zu bringen.

Michael Cunningham spart nicht mit interessanten und vielseitigenNebenhandlungen, wie z.B. Bobbys Flirt und das vertraute Verhältnis zuJonathans Mutter. Doch statt zu verwirren, lebt das Buch von dieserVielseitigkeit und macht einen großen Teil der eigentlichen Handlungaus. Michael Cunningham hat nicht das Buch zum Film geschrieben,sondern ein Buch, welches an emotionaler Stärke ein Film niemalseinfangen kann.

"Ein bewegender Roman, der einen ganz und gar gefangennimmt. Man kannMichael Cunningham gar nicht genug loben" Publishers Weekly

Zugegeben, das Buch ist keine leichte Kost. Abseits der üblichen"schwulen" Literatur bewegt sich Michael Cunningham, der bereits fürsein Buch "The Hours" den Pulitzer-Preis erhalten hat, in einerdramatischen Dreiecksbeziehung, die komplizierter nicht sein könnte.Doch wer nicht vor anspruchsvoller Literatur scheut, der wird mit einerinteressanten und bewegenden Geschichte belohnt.

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