Blind vor Liebe - ein echtes Phänomen?

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Blind vor Liebe - ein echtes Phänomen?
Andrey Kiselev/123rf.com - Symbol-/Modelfoto

"Blind vor Liebe sein" ist nicht nur eine Redewendung, sondern besitzt durchaus auch einen Funken Wahrheit. Verliebt sein bedeutet zwar nicht im wortwörtlichen Sinn "blind" zu sein, die Glückshormone sorgen aber für eine unverkennbare Euphorie - zumindest bis der Fall von Wolke Sieben droht.

Eines der schönsten Gefühle überhaupt ist es zweifelsohne gerade frisch verliebt zu sein. Einige gehen sogar so weit, den Zustand als einen Rausch zu bezeichnen, denn diese ganzen Glücksgefühle sorgen dafür, dass die neue Freundin oder der neue Freund plötzlich perfekt wirken.

Emotionen werden im Gehirn so gesteuert und zusammengehalten, dass sich diese Energie im ganzen Körper, und in allen Synapsen, verteilen kann. Das sorgt für ein schier rauschähnliches Glücksgefühl, bei dem alle schlechten Erlebnisse und Gefühle automatisch in den Hintergrund gedrängt werden.

Viele Eigenschaften und Charakterzüge, die für gewöhnlich einen positiven Effekt auf deinen Gemütszustand haben, werden dann automatisch auf den neuen Partner übertragen. Oftmals sind das beispielsweise Humor, Attraktivität oder Intelligenz. Das sorgt auch dafür, dass schlechte Eigenschaften des Partners oder Fehler für kurze Zeit kaum noch eine Rolle spielen.

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Glücksgefühle pur - auch das ist Liebe.

Glücksgefühle pur - auch das ist Liebe.

Die bekannte "rosarote Brille" trifft dann selbst auf Dinge zu, die eigentlich Enttäuschung auslösen sollten - zum Beispiel Unzuverlässigkeit oder Lügen. Für diese negativen Aspekte sucht sich das Gehirn, da es aufgrund der Liebe zu dieser Person auch Perfektion auf sie projiziert, einfach Ausreden, unter denen negative Aspekte plötzlich im positiven Licht erscheinen.

Eine schöne, heile Welt

Verliebt zu sein hat aber nicht nur direkt Auswirkungen auf den Partner, sondern auch auf den Rest der Welt. Es stellt sich im Kopf ein Gefühl von Sicherheit und Unbesiegbarkeit ein, was sich sogar im Alltag zeigen kann. Verliebte sind laut dem Sozialpsychologen Manfred Hassebrauck kreativer und weniger schnell aus der Ruhe zu bringen. Auch die Risikobereitschaft steigt, da man sich selber auf einem unerreichbaren Hoch fühlt.

Nach einer Zeit, in der Regel rund 6 Monate, verfliegt ein Teil dieser Glückshormone wieder. Negative Seiten werden nicht mehr so schnell durch positive Aspekte überschattet, man erhält gewissermaßen einen "klaren Blick" - dann stellt sich heraus, ob der Partner tatsächlich so wertgeschätzt wird.

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