Blinzel mal

Patrick Fina Von Patrick Fina

Menschen blinzeln jeden Tag mehrere tausend mal. Wenn wir das nicht tun würden, wären unsere Augen schneller ausgetrocknet als es uns lieb wäre. Und außerdem kann man am blinzeln die sexuelle Orientierung erkennen – sagen zumindest britische Psychologen.

Blinzeln ist in vielerlei Hinsicht praktisch: würde man versuchen es zu unterdrücken, würde nach sehr geringer Zeit das Auge vertrocknen. Aber das ist bei Weitem nicht der einzige Vorteil der Blinzelei. Das behaupten zumindest britische Psychologen, denn die wollen nun herausgefunden haben, dass man durch die Art und Weise wie ein Mensch in einer bestimmten Situation blinzelt, seine sexuelle Orientierung erkennen kann. Ganz nach dem Motto "Blinzel mal und ich sage dir, ob du schwul oder hetero bist". Der "Entdecker" dieses "Blinzeltests" ist  Dr. Qazi Rahman vom Institute of Psychiatry der Universität London. Schon seit langer Zeit stellt er sich zusammen mit seinem Team die Frage, ob es körperliche und psychologische Besonderheiten gibt, die darauf schließen lassen, ob ein Mann Frauen oder doch eher Männer als Sexualpartner bevorzugt. Und im Zuge dieser Forschung fanden die Wissenschaftler heraus, dass es entscheidende Unterschiede in den Reaktionen von Männern und Frauen, Homosexuellen und Heterosexuellen bei der so genannten Blinzelreaktion gibt.

Das Blinzeln mit den Augenlidern ist eine unterbewusste Reaktion, die unter anderem durch ein unvermutetes, lautes Geräusch provoziert werden kann. Dafür benutzten die Forscher bei ihren Versuchen eine Technik, die man in der Psychologie schon länger unter dem Namen "Prepulse Inhibition (PPI) Test" kennt. Auf ein leises Geräusch folgt nach kurzer Zeit ein sehr lauter Ton, der bei der zu untersuchenden Personen eine Blinzelreaktion provoziert. Diese Blinzelreaktion wird aufgezeichnet und später mit der Blinzelreaktion verglichen, welche die Versuchspersonen zeigen, wenn sie unvorbereitet, also ohne ein vorausgehendes leises Geräusch einem sehr lauten Ton ausgesetzt sind. Bei der Auswertung der Versuchsreihen stellten die Forscher erstaunliches fest: zwischen Männern und Frauen, Homosexuellen und Heterosexuellen besteht in der Blinzelreaktion ein enormer Unterschied.

Wenn man ein geschultes Auge hat, kann man also demnächst die sexuelle Orientierung seines Discoflirts anhand von Häufigkeit und Art des Blinzelns bestimmen? Leicht wird es bestimmt nicht, aber man muss im Leben ja auch manchmal eine bestimmte Herausforderung haben. Wie zuverlässig der Blinzeltest im wirklichen Leben ist, und ob man ihn überhaupt ohne genügend Labormaterialien verwenden kann wir sind gespannt.

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Weitere Quellen: PM