Dieses hakelige Ding mit der Moral

Redaktion Von Redaktion

Die schwule Welt hat viele Tücken. Manchen davon kann man aus dem Weggehen. Sobald es moralisch wird, wird es allerdings kompliziert. Wirhaben passende Antworten auf drei bohrende Fragen.

Die schwule Welt hat viele Tücken. Die meisten von ihnen liegen in uns selbst. Wenn du mit daten und flirten erst einmal richtig losgelegt hast, fällt dir vieles vielleicht schwer. Vieles, was du noch vor einiger Zeit noch als selbstverständlich erachtet haben magst. Drei Dinge, denen du erliegen kannst:

1. Leichtsinn. Warum auch immer alles so ernst nehmen? Sicherlich jeder hatte schon solche Momente. Insbesondere wenn es um Safer-Sex geht, scheint dies Probleme zu bereiten. Denn nicht immer sind Kondome parat. All zu leicht wiegt man sich in Sicherheit: Was kann schon passieren? Ist doch bloß einmal! Ich pass schon auf... Alles Selbsttäuschungen und Ausdrücke des Leichtsinns, der in uns schlummert. Natürlich ist das kein typisch schwules Problem. Allerdings kommt es bei uns am stärksten zum tragen. Eigentlich ist es nicht nur Leichtsinn, sondern auch unmoralisches Verhalten anderen gegenüber. Denn wenn man eine Infektion unbemerkt  mit sich herumträgt, kann man andere mit HIV infizieren. Man gefährdet nicht nur sich selbst. man gefährdet also auch andere Menschen akut. Wenn man in seinem Leben moralisch und ethisch korrekt handeln will, verbietet sich dieser Leichtsinn von selbst.
     
2. Untreue. Treue halten sicherlich viele für selbstverständlich. Wer will schon betrogen werden? Dennoch scheint es in entscheidenden Momenten immer mal wieder ein Problem zu sein. Das Hauptproblem liegt darin, dass jeder für sich den Begriff der Treue anders definiert. Was ist harmloses flirten? Was ist fremdgehen? Dummerweise lassen sich dafür keine Regeln aufstellen. Um so wichtiger ist es deshalb, dass dies in einer Beziehung kein Tabuthema ist. Wenn jeder weiß, wie weit er gehen darf, sollte es zumindest leichter sein. Und wenn man doch in Versuchung kommt? Einfach mal immer vorstellen, wie man sich fühlen würde, wenn der Partner dies gerade machen würde.

"Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu" ein weiser Spruch. Und würde man ihn immer beherzigen, so gäbe es viel weniger gebrochene Herzen in der Welt. Auch hier ist einzig und allein deine Moral entscheidend. Es ist keine Frage, wie du es tust, sondern ob du es tust. Und wie du dich dabei fühlst.
            
3. Rücksichtslosigkeit. Das ist immer ein schweres Thema. Besonders im Internet ist es schwer: Ich lästere mal mit A ein wenig über B und C geht mir auf die Nerven, der kommt sofort auf die Blockliste. Warum auch nicht? Die Welt dreht sich ohnehin weiter. Außerdem ist sie viel leichter zu bewältigen, wenn man nicht all die Probleme mit seinen Mitmenschen in tiefschürfenden Dialogen lösen muss. Dennoch bleibt der Gedanke, wie es den anderen dabei geht, auf der Strecke. Sind wir nicht schon alle mal von einen guten Chat-Freund vor den Kopf gestoßen worden? Waren wir nicht alle mal gekränkt, deprimiert und fragten uns, was da nur falsch gelaufen ist? Der Grund ist sicherlich nicht, dass wir alle rücksichtslose Egomanen sind. Es ist manchmal mehr die Tatsache, dass man sich im Netz einige Dinge all zu leicht macht.
Auch Dinge wie Lästern und andere Leute Schlechtmachen spielen eine Rolle. Alle machen es und alle waren schon mal das gekränkte Opfer, haben die Lästerer innerlich verflucht. Ist das Kameradschaft? Sollten wir nicht eigentlich zusammen halten? Immerhin verbindet uns alle etwas, was uns in vielen Lebensbereichen zu Außenseitern macht. "Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu".
       


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