Fernbeziehung – Liebe stückchenweise

Redaktion Von Redaktion

Niemand möchte sie, aber viele lassen sich dennoch darauf ein: die Fernbeziehung. Aber auch Liebe auf Distanz kann durchaus funktionieren - wenn ihr ein paar Sachen beachtet.

Wenn du ein Paar, das in einer Fernbeziehung lebt, fragst, was denn an Ihrer Beziehung das Schlimmste wäre, werden dir viele sagen, dass es nicht der Abschied nach einem gemeinsamen Wochenende ist. Nein, sie werden sagen, dass es das Gefühl nach dem Abschied ist. Das Du-bist-jetzt-wieder-allein-Gefühl. Du fühlst dich leer. Dein Partner ist wieder weg und du musst die Zeit bis zum nächsten Treffen alleine verbringen. Du fühlst dich ausgebrannt. Eine unangenehme Stille überkommt dich. Einsamkeit. Alles in deiner Wohnung riecht noch so angenehm nach deinem Freund. Die Kissen im Bett oder auf der Couch. Es stehen noch der Teller, von dem er gegessen hat, und das Glas, aus dem er getrunken hat, auf der Spüle. Aber dieser Abschied hat gleichzeitig auch etwas Positives. Es steigt ein anderes Gefühl in dir hoch die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen.

So zwiespältig kann eine Fernbeziehung sein. Niemand wünscht sie sich, aber viele leben sie. Sei es, dass ihr euch im Internet (wie zum Beispiel hier auf dbna) kennen- und lieben gelernt habt oder dass ihr schon zusammen wart und euch ein anderer Umstand getrennt hat. Aber eines ist in einer Beziehung immer sicher   Liebe kennt keine Grenzen. Schon gar keine geographischen.

Warum überhaupt Fernbeziehung?

Die Fernbeziehung kann manchmal schneller kommen als du denkst. Du meldest dich zum Beispiel im Internet in einer Community an, klickst ein wenig in den Profilen umher, siehst einen süßen Typen und schreibst ihn an. Er antwortet dir und ihr chattet miteinander. Über Tage und Wochen kennst du dein Gegenüber nur in der Schriftform. Irgendwann möchtest du unbedingt die Person hinter den Texten genauer kennenlernen. Alles klappt! Ihr macht ein Treffen aus, bei dem sich ganz schnell zeigt: Mensch, das passt ja! Und schon kann es um euch geschehen sein. Ihr seid verliebt doch leider ist der andere viele Kilometer von dir entfernt. Jetzt heißt es: Nicht jammern, sondern das Beste daraus machen!

So ist es auszuhalten

Heute ist es endlich soweit. Du siehst deinen Liebsten wieder. Die Zugtür springt auf und es gibt den ersten Kuss seit Tagen oder Wochen. Dieser Kuss ist etwas Besonderes. Kein routinierter Hallo-Schmatzer. Kein Komm-ich-möchte-ins-Bett-Kuss. Dieser erste Kuss ist aufregend und so vertraut. Er gibt dir das Gefühl, endlich wieder mit deinem Freund zusammen zu sein. Nur leider beginnt auch mit diesem Kuss etwas anderes das Rennen gegen die Zeit.

Zwischen Ankunft am Freitagnachmittag und Abreise Sonntagabend bleiben nur viel zu wenige Stunden. Also, was am besten anfangen mit dieser kurzen Zeit? Kino, Ausgehen, Freunde treffen?

Was man unter allen Umständen vermeiden sollte: Mit zu hohen Erwartungen anreisen. Sonst hast du dir das Wochenende im Detail ausgemalt und alles kommt anders. Dein Freund möchte lieber etwas anderes machen oder es kommt sonst etwas dazwischen. Du tust dir keinen Gefallen, ein Programm auszuarbeiten. Versucht nicht krampfhaft, das, was ihr die letzten Tage und Wochen versäumt habt, nachzuholen. "Spielt" lieber entspannt Alltag. Denn gemeinsam aufwachen und den Liebsten küssen, händchenhaltend durch die City schlendern, das ist doch das höchste Glück auf dieser Erde. Die ganz alltäglichen Sachen eben. Abends nicht einfach den Fernseher einschalten, sondern sich unterhalten. Den anderen am Leben teilhaben lassen.

Vor- und Nachteile

Wie in jeder anderen Beziehung müssen auch in der Fernbeziehung manchmal die Fetzen fliegen. Nur solltet ihr das nicht am Telefon machen. Hier gibt es oft zu viele Missverständnisse, weil man die Mimik und Gestik des anderen nicht mitbekommt. Lieber aufheben, bis man sich wieder sieht, und dann sachlich darüber diskutieren. Und oft wirst du dann feststellen, dass dir die Zeit jetzt einfach zu schade ist, um über eine Lappalie zu streiten. Fakt ist, dass Fernbeziehungspartner sich viel weniger zoffen und somit auch harmonischer miteinander umgehen.

Wenn ihr getrennt seid und sich abends die Einsamkeit in die Wohnung schleicht, hilft sehr oft der Griff zum Telefonhörer. Heute mit Telefon-Flat ja nicht mehr unbezahlbar. Natürlich lassen sich Zärtlichkeiten und eine Umarmung damit nicht erzielen. Aber es schafft Nähe.

Wie in jeder anderen Beziehung gilt es auch in der Fernbeziehung, Schwierigkeiten gekonnt zu umschiffen. Eifersucht und fehlende Spontaneität können schnell eine Beziehung beenden. Obwohl die meisten Paare nach einer Trennung als Grund die Entfernung angeben, ist doch nicht gerade selten eher die Eifersucht schuld. Wobei Distanzliebende laut Umfragen gar nicht öfter fremdgehen, wie man leicht meinen könnte. Die Eifersucht ist allerdings oft stärker ausgeprägt als bei "normalen Paaren" - eine Fernbeziehung setzt nunmal eine gehörige Portion Vertrauen voraus.


Was braucht es noch?

Eine klare Zielsetzung solltet ihr euch auf jeden Fall zurechtlegen. Zum Beispiel irgendwann endlich zusammenzuziehen oder zumindest in der selben Stadt zu wohnen. Denn eine Fernbeziehung ohne Perspektive hat ein hartes Los gezogen. Ihr müsst euch ja kein Datum setzen, wann dieser Prozess abgeschlossen sein sollte. Aber ihr solltet euch gegenseitig das Gefühl geben, dass ihr an eine gemeinsame Zukunft glaubt. An die dauerhafte traute Zweisamkeit in einer Stadt. Glaubt an euer Happy End!

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Weitere Quellen: Bilder: photocase.com