HIV-Neuinfektionen gesunken

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
HIV-Neuinfektionen gesunken
BZgA

Am 21. November 2011, hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seine neuen Schätzungen zur Zahl der HIV-Infektionen und –Neudiagnosen für das Jahr 2011 veröffentlicht. Im fünften Jahr in Folge sank die Zahl der Neuinfektionen.

Am 21. November 2011 hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seine neuen Schätzungen zur Zahl der HIV-Infektionen und Neudiagnosen für das Jahr 2011 veröffentlicht.

"Erfolg der hervorragenden HIV-Prävention"

Demnach wird für das aktuelle Jahr mit rund 2700 HIV-Neuinfektionen gerechnet. Dieser Wert geht seit 2006 kontinuierlich zurück. Dazu sagt Manuel Izdebski, Mitglied im Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH): "Der Rückgang der Neuinfektionen ist eine höchst erfreuliche Nachricht. Die sinkenden Neuinfektionszahlen sind ein Erfolg der hervorragenden HIV-Prävention in Deutschland. Die Menschen wissen gut Bescheid, wie sich eine Infektion vermeiden lässt und schützen sich mehrheitlich konsequent."

Zur weiteren Vorsicht mahnt Reinhard Burger, Präsident des RKI: "Eine HIV-Infektion ist nach wie vor nicht heilbar, auch wenn sie lebenslang mit Medikamenten meist gut behandelbar ist." Es soll also nicht zu einer Entwarnung kommen. Der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten sei weiterhin wichtig, vor allem weil die Zahl der dem RKI übermittelten Syphilisfällen bei Männern wieder ansteigt. An Syphilis Erkrankte stecken sich nämlich leichter mit HIV an und können HIV auch leichter übertragen.

Höhere Testbereitschaft als früher

Im Zeitraum von 2006 bis 2011 ist der Anteil der auf HIV getesteten schwulen Männer um 4 Prozentpunkte auf 70% gestiegen. Das ist laut DAH ein Erfolg, denn bei einer rechtzeitigen Therapie kann man "bei allen Einschränkungen lange und gut mit HIV" leben.

Ein realistisches Bild der Krankheit zu zeichnen, sei dabei besonders wichtig. Izdebski sagt dazu weiter: "Die alten Schreckensbilder von Aids haben ausgedient. Sie schaden Menschen mit HIV und allen, die Angst vor einer Infektion haben, und behindern auch die Prävention. Denn Angst führt dazu, dass Menschen nicht zum Test gehen und nicht offen über HIV reden."

Trotz der Erfolge muss die Prävention weitergehen, denn bis zu 50 % der Neuinfektionen gehen auf HIV-Positive zurück, die nichts von ihrer Infektion wissen.

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Weitere Quellen: www.aidshilfe.de