Kein Aids mehr ab 2020

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Kein Aids mehr ab 2020
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Die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) hat sich ein neues Ziel gesetzt: Im Jahr 2020 soll in Deutschland niemand mehr an Aids erkranken. Als Hauptgrund für die etwa 500 Menschen, die hierzulande jährlich an den Folgen von HIV sterben, sieht die DAH Diskriminierung.

Aids ist das letzte Stadium einer HIV-Infektion. Durch eine rechtzeitige Diagnose und eine wirksame Therapie ließe sie sich heutzutage fast immer vermeiden, schreibt die Deutsche Aids-Hilfe, kurz DAH. Trotzdem sterben in Deutschland über 500 Menschen jedes Jahr  an den Folgen von HIV. Laut DAH ist der Hauptgrund dafür, dass Menschen mit HIV diskriminiert werden.

Denn die erwartete Ausgrenzung macht Angst vor einem HIV-Test und verhindert dadurch einen rechtzeitigen Therapiebeginn. Veraltete Bilder und Stereotype von HIV als rasch tödlicher Erkrankung tragen ebenfalls dazu bei, dass Menschen Angst haben und sich nicht testen lassen.

"Dass Menschen erkranken und sterben, obwohl es sich verhindern ließe, ist unerträglich. Wir rufen Politik, Medizin und Gesellschaft auf, Aids mit uns gemeinsam zu beenden", sagt Sylvia Urban vom Vorstand der DAH.

"Ein realistisches Ziel"

"Im Jahr 2020 kann Aids in Deutschland Geschichte sein wenn alle Verantwortlichen mit voller Kraft daran arbeiten", sagt sie weiter.

Die DAH fordert deshalb neben dem Engagement gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV vor allem strukturelle Maßnahmen: Zugang zu anonymen, lebensweltnahen HIV-Test-Angeboten sowie qualifizierte Beratung für besonders stark von HIV betroffene Gruppen wie schwule Männer, Drogenkonsumenten und Menschen mit Migrationshintergrund.

Sylvia Urban ergänzt: "Das baldige Ende von Aids ist kein Traum, sondern ein realistisches Ziel und eine ethische Verpflichtung."

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