Metrosexualität

Patrick Fina Von Patrick Fina

"Schwul" angehauchte Männer, die aber trotzdem auf Frauen stehen? Wer regelmäßig zur Maniküre läuft, etwas von Mode versteht, sich die Brusthaare rasiert und dennoch ein wahrer, heterosexueller Kerl ist, der ist momentan total angesagt!

"Schwul" angehauchte Männer, die aber trotzdem auf Frauen stehen? Wer regelmäßig zur Maniküre läuft, etwas von Mode versteht, sich die Brusthaare rasiert und dennoch ein wahrer, heterosexueller Kerl ist, der ist momentan total angesagt! Was sich so widersprüchlich anhört ist der neueste Trend aus den Vereinigten Staaten. Woher auch sonst?!? "Schwul" leben, aber nicht schwul sein ist die Devise unter den Prominenten weltweit. Ein weiterer Modetrend, den die Welt nicht braucht?

Achtung, es wird sehr klischeehaft und ein wenig ironisch. Die weltweite Männerschaft wird ein weiteres Mal gespalten. Neben den uns bekannten homosexuellen und heterosexuellen Männern haben wir jetzt Zuwachs von den metrosexuellen Männern bekommen. Sie mögen Ballett, Kunstausstellungen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren, Mode und Pflegeprodukte. Eigentlich findet man jedes Klischee gegenüber schwulen Menschen  in ihnen wieder. Aber trotzdem stehen ihre sexuellen Präferenzen vollkommen außer Frage: Sie wollen Frauen. Es ist nicht wirklich leicht zu verstehen, aber wenn man sich einen Metrosexuellen als "homosexuellen" Heterosexuellen vorstellt, kann man nicht viel falsch machen. "Ich höre immer, die Mädels wollen ihre Freunde gerade so ein bisschen schwul haben. Sie wollen mit dir in ein Restaurant gehen, und du musst eine Pfeffermühle von einem Bierhahn unterscheiden können", sagt Clint Roenisch, seines Zeichens erklärter Metrosexueller, der kanadischen Zeitung "Toronto Star". Seine Freundin Dionne McAffee freut sich über seine Metrosexualität und bildet sich persönliche Vor(ur)teile: "Mein Modegeschmack hat sich sehr verbessert, seit ich mit ihm zusammen bin. Ich will jemanden haben, der mir sagt, dass die Schuhe nicht zu diesem Outfit passen, und mir später trotzdem die Kleider vom Leib reißt."

Das, was bisher die Aufgabe der besten Freundin war, fällt jetzt unter die Pflichten des Mannes? Ein Gedanke mit dem man sich schwer anfreunden kann. Aber die Metrosexualität scheint schon lange begeisterte Anhänger gefunden zu haben. Bestes britisches Beispiel ist der Fußballspieler David Beckham. Er geht regelmäßig zur Maniküre, lässt sich die Fingernägel lackieren und soll sogar die Unterwäsche seiner Frau Viktoria Beckham tragen. Typisch schwul? Dass er trotzdem ein echter Kerl ist, beweisen seine sportlichen Leistungen, seine Ehefrau und seine Vaterrolle. Auch "Bad Boy" Eminem, der lautstark über Tunten herzieht, zeigt Metrosexuelle Züge. Er lässt sich auch gerne die Fingernägel lackieren und hat heimlich mit Yoga angefangen. Öffentlich zugeben kann er seine weiche Seite jedoch nicht: das wäre schlecht fürs Image. Laut Schätzungen des Magazins "Economist" haben ungefähr 30 bis 35 Prozent der amerikanischen Männer im Alter von 25 bis 45 Jahren metrosexuelle Tendenzen. Ein gefundenes Fressen für die Kosmetik-, Mode- und Accessoirebranche. Deren Umsätze für Männerprodukte steigen nämlich auch kontinuierlich.

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Weitere Quellen: news.yahoo.de, n24.de