Jeder von uns tut es. Im Bett, unter der Dusche oder vor dem PC. Manche machen es mehrmals am Tag, andere ein Mal täglich und wieder andere nur alle paar Tage: onanieren.

Jeder von uns tut es. Im Bett, unter der Dusche oder vor dem PC. Manche machen es mehrmals am Tag, andere ein Mal täglich und wieder andere nur alle paar Tage: onanieren.

Zahlenspiele & Durchschnittswerte:
Selbstbefriedigung ist in der heutigen Zeit ein völlig normaler und weit verbreiteter Vorgang. Umfragen ergaben, dass 99,4 % aller Jungen regelmäßig onanieren. Über 60 % haben im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren zum ersten Mal selbst Hand angelegt, rund 18 % schon früher und etwa 19 % waren älter als 15 Jahre. 37 % der Jungs tun es vor dem Einschlafen und 33 % vor oder direkt nach dem Aufstehen. Knapp die Hälfte onaniert im Bett, vor dem PC legen 18 % los. Ein gutes Drittel der Befragten gab an, nach zwei bis fünf Minuten fertig zu sein, 1 % genießt den Solosex über eine Stunde lang. Eine aktuelle Studie der Uni Koblenz-Landau zeigt, dass 87 % aller Jungen Selbstbefriedigung nicht als eine Ersatzhandlung, sondern als eigenständige Form von Sexualität ansehen.

Geschichten & Gerüchte:
Noch vor 100 Jahren wurde Onanieren gesellschaftlich auf das Heftigste verurteilt und mit Hysterie behandelt. Schuld daran waren Theologen, Ärzte und Wissenschaftler. Das Buch "Onanie - Dissertation über die von der Selbstbefriedigung hervorgerufenen Krankheiten" des Franzosen Tissot bekräftigte ihre Horrorthesen und trieb die Verpönung der Selbstbefriedigung voran. Laut dieses Buchs führt Onanie zu Rückenmark-Tuberkulose, starken Lähmungserscheinungen, Impotenz, behinderter Kinder sowie zu Epilepsieanfällen. Zudem galten Lust und sexuelles Verlangen in der Vergangenheit als widerwärtig.

Entsprechend hysterisch und rigoros reagierten viele Eltern: Ihre heranwachsenden Kinder mussten nachts Aluminiumhandschuhe und Keuschheitsgürtel tragen. Für Erwachsene gab es zum Schutz vor Versuchungen ebenfalls allerlei Vorsorgemaßnahmen. Diese reichten bis zu kleinen Drahtkäfigen, die vor dem Schlafengehen um den Penis gelegt wurden. Dadurch sollte eine Erektion vermieden werden. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in den USA mehrere Dutzend Patente für Keuschheitsgürtel und andere "Anti-Masturbations-Vorrichtungen" angemeldet.

Heutzutage sind solche Horrorerzählungen, Verhaltensweisen und Erziehungsmaßnahmen unvorstellbar. Märchen, dass Warzen, Akne oder Rückenmarkschwund durch zu häufiges Onanieren ausgelöst werden, sind nur noch selten zu hören und werden kaum noch ernst genommen.

Wie oft Onanieren ist normal?
Es gibt keine Häufigkeit beim Onanieren, die als "normal" einzustufen wäre. Gerüchte, dass nach 1.000 Schuss Schluss sei, ist Quatsch. Zu oft Hand anlegen kann man gar nicht, denn der Körper schaltet bei zu hoher sexueller Beanspruchung von selbst ab. Bei einer Umfrage unter Gymnasiasten und Studenten gab ein Teil der Befragten an, mehrmals am Tag zu onanieren. Andere tun es einmal am Tag und wieder andere befriedigen sich nur ein- oder zweimal in der Woche selbst - je nach Lust und Laune.

Beschneidung und Onanie - verträgt sich das?
Viele Unbeschnittene fragen sich, wie eigentlich beschnittene Jungen onanieren. Hier geht es ja nicht so leicht, indem man einfach seine Vorhaut vor- und zurückgleiten lässt. Doch Beschnittene müssen auf Solosex natürlich nicht verzichten. Eine Möglichkeit der Selbst-befriedigung ist hier zum Beispiel, sich die Beweglichkeit der Haut an der Oberseite des Penis zu Nutze zu machen, diese hin- und herzuschieben und den Penis kräftig zu "massieren". Die meisten Beschnittenen bevorzugen jedoch, mit Hilfe von Gleitmitteln zu onanieren. Eine beliebte Form ist hierbei der Speichel - er kostet nichts und ist immer vorhanden. Der Gebrauch von Babyöl ist ebenfalls weit verbreitet und sehr gut geeignet. Einziger Nachteil: Der Penis bleibt nach der Selbstbefriedigung lange schlüpfrig. Eine weitere Möglichkeit ist, sich in der Dusche oder Badewanne mit Hilfe von Seife oder Shampoo zu befriedigen. Diese Mittel haben einen ähnlichen Effekt wie Speichel oder Babyöl, weisen aber auch Nachteile auf: Je nach Milde oder Aggressivität des verwendeten Stoffes kann die Haut stark gereizt werden oder austrocknen. Zudem verspürt man häufig ein unangenehm brennendes Gefühl, wenn Seife oder Duschgel mit der Harnröhrenöffnung an der Eichel in Berührung kommt.

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