Safer-Sex-Gebote

Patrick Fina Von Patrick Fina

Fast jeder weiß, dass Kondome vor der Infektion mit Geschlechtskrankheiten schützen. Aber wie benutzt man ein Kondom richtig? Und was sollte man auf jeden Fall beachten? dbna hat ein paar Spielregeln zusammengestellt.

Viele Menschen nehmen Safer Sex als Sex minderer Qualität wahr. Vor allem Männer beklagen häufig, dass der Sex mit einem Kondom weniger intensiv sei, weil der direkte Hautkontakt fehlt. Dabei ist gerade beim Analverkehr ein umfassender Schutz gegen HIV notwendig. Denn Analverkehr wird allgemein als eine Sexualpraktik angesehen, mit der ein sehr hohes Infektionsrisiko einhergeht. Durch heftige Penetration kommt es zu kleinen Verletzungen im Darm, aus denen Blut austritt, das dann mit dem Penis des aktiven Partners in Kontakt kommt. So können viele Geschlechtskrankheiten übertragen werden.

Nur, wenn ein Kondom richtig angewandt wird, kann das Risiko einer Ansteckung mit dem HI-Virus oder anderen sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten reduziert werden. Einen hundertprozentigen Schutz kann aber leider kein Verhütungsmittel garantieren. Deshalb gibt es ein paar Regeln zu beachten, wenn man die Ansteckungsgefahr möglichst klein halten möchte.

"Ist doch alles ganz einfach"

Klar, um das zu verhindern, benutzt man ein Kondom. Das klingt doch ganz einfach. Aber so leicht ist es manchmal leider nicht. Immer wieder werden beim Gebrauch von Kondomen Fehler gemacht.

Schon beim Öffnen des Siegelbriefchens lauert die erste Hürden. Das Briefchen sollte ganz vorsichtig an den Zackenkanten aufgerissen werden. Schmuck, spitze Fingernägel oder andere scharfkantige Gegenstände können das Kondom beschädigen, auch hier ist Vorsicht geboten. Wenn du das Gefühl hast, dass das Kondom beim Öffnen beschädigt worden ist, dann schmeiß es besser sofort in den Mülleimer und nimm ein neues.

Wenn das Kondom unbeschädigt aus dem Siegelbriefchen herausgenommen wurde, musst du es über den erigierten Penis stülpen. Auch das klingt einfach, auch hier kann man jedoch viele Fehler machen. Ziehe die Vorhaut zurück und drücke das Reservoir leicht zusammen, wenn du das Kondom auf die Eichel setzt. So verhinderst du, dass Luft eingeschlossen wird. Das Kondom solltest du mit dem Abrollband nach außen aufsetzen und es dann vollständig abrollen.

Wenn sich das Kondom nicht abrollen lässt, hast du es falsch herum auf die Eichel gesetzt. Wenn das passiert, solltest du das Kondom nicht einfach umdrehen - es könnte bereits mit Sperma in Kontakt gekommen sein. Schmeiß das Kondom in den Mülleimer und nimm lieber ein neues, das ist sicherer.

Nach dem Samenerguss ziehst du das Kondom einfach heraus, noch bevor dein Penis wieder erschlafft. Beim Herausziehen hältst du das Kondom am Gliedansatz fest, damit es nicht abrutscht. Wenn du das Kondom entsorgen möchtest, dann bitte im Mülleimer. Gebrauchte Kondome gehören nicht in die Toilette!

Gefahren lauern auch außerhalb des Schlafzimmers

Am besten benutzt du beim Analverkehr ein Gleitmittel, das für die Verwendung mit Kondomen empfohlen wird. Auf keinen Fall solltest du Substanzen auf Fettbasis wie Vaseline, Babyöl oder Margarine als Gleitmittel verwenden. Sie beschädigen das Kondom und erhöhen so die Gefahr einer Infektion. Auch wenn alles andere abwegig erscheint, noch ein wichtiger Hinweis: Ein Kondom sollte unbedingt nur einmal benutzt werden.


Auch außerhalb des Schlafzimmers können viele Fehler beim Umgang mit Kondomen gemacht werden. Viele Leute bewahren Kondome beispielsweise im Geldbeutel auf - so hat man immer eines dabei. Kondome haben im Geldbeutel aber nichts zu suchen, denn durch Quetschungen und Hitze können sie dort beschädigt werden. Besonders in Sommer müssen Kondome vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, verhärtete und brüchige Kondome sollten nicht verwendet werden, auch Kondome aus beschädigten Verpackungen bieten keinen Schutz mehr.



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Weitere Quellen: photocase.com