So schützt du deine Daten im Netz

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So schützt du deine Daten im Netz
iStockPhoto.com / Nadezhda1906 - Model-/Symbolfoto

Mit der steigenden Nutzung des Internets häufen sich auch die Fälle von Identitätsdiebstahl. Dabei kann der Missbrauch von Identitäten enormen Schaden anrichten. Wie Betroffene vorsorgen und sich als Opfer wehren können.

Was ist Identitätsdiebstahl?

Identitätsdiebstahl ist die missbräuchliche Nutzung persönlicher Daten durch Dritte. Zutreffender ist die Bezeichnung Identitätsmissbrauch. In der Regel bildet eine kriminelle Handlung den Anlass eines Identitätsmissbrauchs oder aber die Absicht, den wirklichen Inhaber der Identität in schlechtes Ansehen zu bringen. Der Diebstahl von Identitäten ist eine der am stärksten zunehmenden Arten von Kriminalität im Internet. Begünstigt werden diese kriminellen Machenschaften dadurch, dass zahlreiche Online-Auktionsbörsen und -plattformen aufgrund eines erhöhten Aufwandes keine verbindliche Identitätsfeststellung bei der Einrichtung eines Accounts durchführen. Derweil werden über die Medien immer neue Fälle von Identitätsdiebstahl bekannt. Für großes Aufsehen sorgte die Warnung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Anfang diesen Jahres, als es Kriminellen gelang, 16 Millionen E-Mail-Adressen mit dazugehörigen Passwörtern auszuspähen.

Diebstahl für sich genommen ist keine Straftat

Anders als man denken könnte, ist die Anmaßung einer fremden oder falschen Identität nicht strafbar. Zumeist überschreitet der Dieb die Grenze zur Strafbarkeit erst dann, wenn dieser unter der fremden oder falschen Identität handelt. Etwa dann, wenn der Kriminelle unter dem Namen und der Adresse des Opfers bei Auktionshäusern oder Online-Shops Dienstleistungen oder Waren bestellt. Gleiches gilt, wenn der Name des Opfers in Foren und Blogs missbraucht wird oder in sozialen Netzwerken zur Erstellung falscher Profile benutzt wird. Betroffene sollten auf jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Denn dann kann im Zweifelsfall nachgewiesen werden, dass man sich gegen den Missbrauch und den Diebstahl der eigenen Identität gewehrt hat.

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Beachtet man einige Tipps, kann man sich selbst schützen.

Beachtet man einige Tipps, kann man sich selbst schützen.

Präventiver Schutz der eigenen Informationen

Experten des Bundesinnenministeriums und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik kamen zu dem Ergebnis, dass es keine hundertprozentige Sicherheit vor Identitätsdiebstahl gibt. Neben einer weiteren Sensibilisierung und Aufklärung bleiben die üblichen Schutzvorkehrungen. Im eigenen Interesse sollte jeder Nutzer folgende Maßnahmen treffen:

  • Sicherheitssoftware installieren und auf dem neuesten Stand halten. Hierzu gehören eine Firewall, ein Spyware- sowie ein Virenschutzprogramm.
  • Bei der Übertragung von sensiblen Daten wie Zahlungsinformationen oder vollständigen Adressdaten solltest du auf sichere Internetseiten achten. Diese sind im Internet-Browser am Begriff "https" sowie einem Schlüssel- oder Schloss-Symbol zu erkennen. Vertrauenswürdige Anbieter weisen auch auf die Datenschutzrichtlinie ihrer Seite hin.
  • Vorsicht im Umgang mit E-Mails walten lassen, besonders beim Öffnen von Mailanhängen.
  • Grundsätzlich sichere Kennwörter verwenden, am besten eine längere Kombination aus Zahlen, Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung.
  • Kontoauszüge sowie sonstige Kreditkarten- und Bankunterlagen regelmäßig überwachen.
  • In der Briefpost darauf achten, ob es Anzeichen für einen Identitätsdiebstahl gibt.
  • Löschung sämtlicher Daten bei Weitergabe oder Verkauf eines PCs (ein Verschieben von Daten in den Papierkorb bzw. ein Leeren des Papierkorbes reicht hier nicht aus).

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Ist es passiert, sollte man schnell handeln.

Ist es passiert, sollte man schnell handeln.

Was tun bei Identitätsmissbrauch?

Werden unberechtigte Abbuchungen von der Kreditkarte oder dem Konto festgestellt, sollte zunächst das Kreditinstitut oder die Bank kontaktiert werden. Hierbei sollte man darauf hinweisen, dass man Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden sein könnte. Auch der Anbieter des Webportals oder des Online-Shops sollte  benachrichtigt werden. Das gilt insbesondere dann, wenn angeblich Waren erworben wurden. Unter Umständen kann anhand der genutzten IP-Adresse ein Missbrauch aufgedeckt werden. Hat sich ein Identitätsmissbrauch ereignet, so müssen alle Zugangsdaten geändert werden. Außerdem sollte so ein Vorfall dazu führen, die gesamte Systemsicherheit zu überprüfen. Schließlich sollte bei der Polizei Strafanzeige- beziehungsweise -antrag gestellt werden.

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