25. Teddy Awards verliehen

Falk Steinborn Von Falk Steinborn
25. Teddy Awards verliehen
Oh My Gomez!

In Berlin wurden die 25. Teddy Awards verliehen. Der beste Spielfilm kommt in diesem Jahr aus Argentinien und zwar von Marco Berger. Der bewies schon mit "Plan B", dass er ein neuer Star am schwulen Kinohimmel ist.

Der Film "Ausente" (Abwesend) aus Argentinien ist als bester queerer Spielfilm der Berlinale mit dem Teddy Award ausgezeichnet wurden. Die Regie des Films hat Marco Berger geführt, der bereits für seinen letzten Film "Plan B" (dbna berichtete) Preise und Lob bekam.

In "Ausente" hat sich Martin in seinen Sportlehrer verliebt. Er erfindet kleine Ausreden und schlüpft in die Rolle eines Problemkindes, um ihm näher zu kommen und verbringt schließlich eine Nacht bei ihm. Am Tag darauf wird dem Lehrer bewusst, in was für einer Lage er sich befindet. In der Filmbeschreibung der Berlinale heißt es dazu: "Ausente dreht sich um den Missbrauch eines Erwachsenen durch einen Jugendlichen, der um die heikle Situation seines Lehrers weiß und bereit ist, diese auszunutzen."  Die Jury begründet die Auszeichnung mit der "mutigen und innovativen Ästhetik" von "Ausente". Der Film kombiniere homoerotisches Begehren, Ungewissheit und dramatische Spannung.

Salzgeber & Co
In "Stadt, Land, Fluss" verliebt sich Marko in den neuen Azubi Jakob.

In "Stadt, Land, Fluss" verliebt sich Marko in den neuen Azubi Jakob.

Der queere Filmpreis Teddy Award wurde in diesem Jahr zum 25. Mail vergeben. Insgesamt wird er in fünf Kategorien verliehen, u.a. auch für den besten Dokumentar- und Kurzfilm. So  erhielt die Französin Marie Losier den Teddy für ihre Dokumentation "The Ballad of Genesis and Lady Jay". In dieser begleitet sie den Underground-Musiker Genesis Breyer P-Orridge und seine Frau Lady Jay auf dem Weg zu einer geschlechterbefreiten Identität.

Weiterhin wurde die deutsche Produktion "Stadt, Land, Fluss" mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Der Film ist eine Mischung aus Dokumentation und Spielfilm. Regisseur Benjamin Cantu gewährt in ihm Einblicke in den Alltag einer brandenburgischen Agrarwirtschaft und strickt in diese eine fiktive Liebesgeschichte zwischen zwei Azubis ein.

Den Special Jury Award ging außerdem an den Spielfilm "Tomboy" (Céline Sciamma) in dem die 10-jährige Laure mit ihrer Familie in eine andere Stadt umzieht. Laure ist ein Tomboy, also genetisch ein Mädchen aber ansonsten ein Junge. Sie entschließt sich, sich in der neuen Stadt von Anfang an als Mikaël auszugeben und macht das, was Jungs eben so tun etwa mit den anderen Fußallspielen. Allerdings wissen ihre Eltern nichts davon und so droht Laures selbstbestimmte Geschlechtsidentität aufzufliegen.

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Weitere Quellen: Teddy Awards, Brigitte Dummer, Salzgeber & Co, Oh My Gomez!