Abschied in Schritten oder Chance?

Redaktion Von Redaktion
Abschied in Schritten oder Chance?
Timm

Für die nächsten Wochen kann TIMM weiter senden. Bis Ende März ist derSendebetrieb über Kabel gesichert. Die Ausstrahlung über Satellit wirddagegen abgestellt.

(dbna.de / queer.de) Frank Lukas, der Geschäftsführer von TIMM, kann wohl erleichtert sein. So konnte er verkünden, dass TIMM weiter bis zum 31. März auf Sendung bleibt. Dafür hätte man am 19. Feburar grünes Licht bekommen.

Damit herrscht vorübergehend erst einmal Klarheit, wie lange noch definitiv gesendet wird. Die Zeit seit dem 21. Januar glich mehr einer Hängepartie von Woche zu Woche, da die Einstellung des Betriebs jederzeit erfolgen konnte.

An jenem Tag im ersten Monat des Jahres 2010 war der Betreiber von TIMM, die Deutschen Fernsehwerke GmbH, gezwungen gewesen, beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Insolvenzantrag zu stellen (dbna berichtete).

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Noch weniger Zuschauer für die TIMMOUSINE

Noch weniger Zuschauer für die TIMMOUSINE

Ende des Satellitenempfangs

Jedoch ist diese Erleichterung teuer erkauft: " Ab Montag (22.2.) wird TIMM vom Satelliten genommen", musste Lukas eingestehen.

An der sonstigen Verbreitung ändere sich nicht, TIMM sei weiterhin über die Kabelnetze und über das Internetportal Zattoo empfangbar. Darauf setze man jetzt.

Dennoch sind am Montag dann auch gewisse kurzweilige Ausfälle beim Kabelempfang nicht ausgeschlossen. Dies sei dann auf eine technische Umschaltung zurückzuführen. In einige Kabelnetze wurde das TIMM-Signal nämlich bisher vom Astra-Satelliten abgenommen und eingespeist.

Definitiv ist TIMM in allen wichtigen Kabelnetzen in Deutschland digital verfügbar, teilweise auch analog.

Optionen zum Erhalt TIMMs werden weiter geprüft

An weiteren Lösungen zur Rettung werde man in der Schonfrist von sechs Wochen intensiv arbeiten. Nach Aussagen des Senderchefs prüfe man weiterhin alle Optionen.

Details wollte er nicht nennen. Klar ist aber, dass zu diese Möglichkeiten auch der Umbau zu einem Pay-TV-Angebot zu zählen ist. Zumindest lässt die Bereitschaft der Investoren zum einstweiligen Weiterbetrieb TIMMs die Interpretation zu, dass tatsächliche Hoffnung und Chancen gesehen werden.

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Weitere Quellen: queer.de