Jetzt treibt Comedian Sacha Baron Cohens, der bereits mit seinenFiguren "Ali G" und "Borat" große Erfolge feierte, wieder sein Unwesenauf den Kinoleinwänden.

Jetzt treibt Comedian Sacha Baron Cohens, der bereits mit seinen Figuren "Ali G" und "Borat" große Erfolge feierte, wieder sein Unwesen auf den Kinoleinwänden. Als "Brüno", einem schwulen Modereporter, treibt Cohens in seinem neusten Werk die amerikanischen Heteros zur Raserei.

Brüno "erfolgreich wie Hitler"

Brüno ist ein österreichischer, extrem tuntiger Modereporter, der sich auf den Weg in die USA macht, um "dort "zum erfolgreichsten Österreicher seit Adolf Hitler" zu werden und (nach seinem Rauswurf aus seiner österreichischen Show "Funkyzeit") eine riesige Showkarriere wie die Arnold Schwarzeneggers zu verwirklichen. Im Verlauf dieser Reise springt er geradezu mit Vergnügen in jedes sich nur bietende Fettnäpfchen.

Zu Arnold Schwarzenegger sucht er beispielsweise Nähe, indem er diesen zu Schwulenrechten zu interviewen versucht. Über dies hinaus provoziert Brüno als knutschender "Cage Fighter" im extrem konservativem Arkansas die Redneck - Zuschauer oder befragt einen Martial - Arts - Trainer nach der besten Methode sich gegen einen Angreifer, der mit zwei Dildos bewaffnet ist, zur Wehr zu setzen.

Cohen lässt Brüno seine Opfer oft in unmöglichen Aufmachungen (vor allem extrem kurzer und figurbetonter Kleidung, die vor allem das männliche Geschlecht anziehen soll) mit enorm absurden Situationen konfrontieren, die den Zuschauer doch nicht immer zum Lachen bringen müssen.

Schwule Klischees und homophobes Verhalten

Insgesamt veralbert der Film sowohl schwule Marotten, als auch homophobes Verhalten der Amerikanwer. Nahezu alle vorhandenen Klischees werden verwendet und bis ins Groteske hinein gesteigert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Brüno bei weitem nicht den gleichen Humor und dieselbe Originalität wie sein Vorgänger "Borat" bietet. Brüno fehlt es im Vergleich zu Borat vor allem an Originalität. Zwar bringen viele der Szenen den Zuschauer zum Lachen, jedoch wirken längst nicht alle von ihnen so wie sie wohl ursprünglich von Cohen gedacht waren.

Brüno spaltet Schwulenszene

Über dies hinaus spaltete der Film bereits die Schwulen- und Lesbenbewegung Amerikas. Während einige über den Film schmunzeln, wird an anderer Stelle Kritik laut. Es besteht die Befürchtung, dass genau das Publikum, über dessen Vorurteile sich im Film lustig gemacht wird, sich bestätigt sehen könnte.

Für manchen Schwulen ist der Film, der eigentlich die Absurdität der Vorurteile gegen Homosexuelle aufzeigen soll, zwar "gut gemeint, aber an vielen Stellen problematisch oder sogar geradewegs beleidigend.", so ein Aktivisten der amerikanischen Schwulenbewegung.

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Weitere Quellen: 2009 Universal Studios. ALL RIGHTS RESERVED