Coca-Cola: Kampagne für mehr Akzeptanz

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Coca-Cola: Kampagne für mehr Akzeptanz
Coca-Cola/YouTube

Wie reagiert ein Teenager, der erfährt, dass der beste Freund schwul ist? Coca-Cola thematisiert in der neuen Südamerika-Kampagne, was wahre Freundschaft ist.

Rafael und Diego sind beste Freunde. Die beiden Brasilianer tun, was man in dem Alter nun mal so macht: Zusammen Videospiele spielen, sich gegenseitig ärgern, über Mädchen reden. Doch Rafael hat ein Geheimnis: Er ist schwul und hat sogar einen Freund.

Als Rafael den Raum verlässt, um Cola für alle zu holen, vergisst er sein Handy. Als es klingelt, sieht Diego die Nachricht: Herzchen - gesendet von Felipe. Rafael kommt zurück, die Lage ist angespannt. Alle sind ruhig. "Rafel, du beunruhigst mich", sagt Diego. "Sei ehrlich. Wieso hast du so viele Fotos von deinem Köter? Bist du in ihn verliebt?", ärgert er ihn. Alle lachen. Alles ist gut. Das ist wahre Freundschaft.

Brasilien: Geringe gesellschaftliche Akzeptanz Homosexueller

Die Regie zum Film "El SMS" ("Die SMS") führte Dustin Lance Black. Der 41-jährige US-Amerikaner erhielt 2009 den Oscar fürs Drehbuch von "Milk", dem Film über den LGBTIQ*-Harvey Milk. "Bei diesem Kurzfilm Regie zu führen war sehr persönlich für mich», sagte Dustin Lance Black. "Als Künstler fühle ich mich dazu verpflichtet, Geschichten über LGBT-Menschen zu erzählen wie sie wirklich sind, um jegliche Atmosphäre der Angst zu vernichten, die sie daran hindern könnte, ihr Leben offen zu leben."

Der Kurzfilm ist Teil der Coca-Cola-Kampagne #TrueFriendship, also wahre Freundschaft in Mittel- und Südamerika. In Brasilien, wo "El SMS" spielt, ist Homosexualität zwar seit 1823 nicht mehr verobten. Dennoch gilt die gesellschaftliche Akzeptanz als verhältnismäßig gering. Der Kurzfilm ist Portugiesisch, auf YouTube gibt es aber englische Untertitel.

#Themen
Video Kurzfilme
Kommentare
Kommentare werden geladen
dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: Coca-Cola/YouTube