Folge 2: "So viele Schwule auf einem Fleck kennt man nicht"

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Folge 2: "So viele Schwule auf einem Fleck kennt man nicht"
KUNTERGRAU/Max Jonas Fohrbeck

Das Warten hat ein Ende: Wir haben die zweite Folge „Kuntergrau“ für euch. Lukas zieht endlich vom Land nach Köln – und hat sofort eine überraschende Begegnung. Wir haben mit Daniel, dem Darsteller von Lukas, über seine Rolle und die schwule Szene gesprochen.

Was gefällt dir besonders gut an der Rolle?

Ich kann mich gut in ihn hineinversetzen, insofern als dass Lukas auch später in die Medienrichtung gehen möchte. Er ist wie ich nicht ursprünglich aus Köln, sondern hergezogen. Das wie kann man das in Worte fassen... vorsichtig gesagt Alternative an ihm mag ich. Er hat eine Retro-Analog-Kamera, das ist schon ziemlich chillig. Außerdem macht er eine Entwicklung durch. Am Anfang findet er Köln befremdlich, später fühlt er sich hier total wohl. Aber bis es so weit ist, ist es eine lange Entwicklung und es macht Spaß, das zu verkörpern.

Lukas kommt vom Land nach Köln. Wie gut kannst du dich damit identifizieren?

Nicht allzu gut, ich bin nämlich auch ein Stadtkind. Ich bin in Frankfurt geboren, das ist ja auch keine kleine Stadt. Das Landleben kenne ich nur von den Sommern bei meinem kroatischen Opa auf dem Bauernhof. Den Kulturschock Stadt kenne ich also nicht. Und Ebergötzen, wo Lukas herkommt, ein trostloses Fünf-Seelen-Dorf, auch nicht.

Welche Schwierigkeiten gibt es, wenn man neu in einer Schwulen-Szene ist?

Ich glaube, es ist erstmal ein ziemlicher Schock. So viele Schwule auf einem Fleck kennt man nicht, wenn es auf dem Land keine gibt und man vielleicht sogar ungeoutet ist. Aber es ist ein positiv konnotierter Kulturschock, denn man findet seine Leute, seine Clique.

Schätzt du es selbst, dass du in Köln wohnst und nicht auf dem Land?

Ich schätze das sehr! Es war meine eigene Entscheidung, zum Studium hierherzukommen. Ich wollte keine kleinere Stadt als Frankfurt. Und Köln ist ja ganz besonderes wahrscheinlich das Homopolis Deutschlands. Ich schätze sehr, in einer toleranten und interessanten Stadt zu leben.

KUNTERGRAU/Max Jonas Fohrbeck
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