Der Film beginnt mit einer Szene, in der ein Igelpaar Sex hat. Die Handlung befasst sich mit einem ähnlich stacheligen Thema: schwule Liebe zwischen Jugendlichen.

Der Film beginnt mit einer Szene, in der ein Igelpaar Sex hat. Die Handlung befasst sich mit einem ähnlich stacheligen Thema: schwule Liebe zwischen Jugendlichen.

Steve (Ben Silverstone) geht auf eine britische Schule, an der jeder eine Schuluniform trägt. Er weiß, dass er schwul ist und kommt damit ziemlich gut zurecht. John (Brad Gorton) hingegen, ein beliebter und allseits bewunderter Top-Athlet, hat gerade erst eine dunkle Vorahnung von seiner Neigung und ist sich nicht sicher, was er davon halten soll. Mit dieser Ausgangssituation gelingt es dem Film, auf clevere Weise das heikle Coming-Out-Thema zu behandeln und gleichzeitig bereits darüber hinweg zu sein. Tatsächlich ist der ganze Film ziemlich intelligent gemacht: kluge Dialoge, eine flinke Gangart in der Entwicklung der Geschichte, saubere Schnitte.

Get Real erforscht ernsthaft das Leben Heranwachsender, ohne dabei zu ernsthaft zu sein. Der Schlüssel zu dieser gelungenen Gradwanderung liegt in Silverstones Darbietung, denn sein Spiel offenbart eine vollkommen überzeugende Mischung aus Zaudern und Leichtsinn. Insgesamt betrachtet, liegt die Konzentration zwar auf der Beziehung zwischen Steve und John. Aber Ausflüchte in der Schule, Ärger mit der Polizei im Park, Herummachen im beheizten Swimmingpool, Ringen mit dem Coming Out und der ganzen Welt, all dies wird von Steves Beziehung zu seiner besten Freundin, Linda (Charlotte Brittain) kontrastiert. Diese ist ebenso korpulent wie Steve schwul ist und hat eine heimliche Affäre mit ihrem Fahrlehrer. Auf ganzer Linie gibt es tolle schauspielerische Leistungen zu sehen: lustig, sexy, charming. Wenn doch die typischen Teenager Komödien nur halb so gut wären!

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: Amazon